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Schalke schöpft neuen Mut fürs Derby

Schalke 04

Nach der Enttäuschung in der Champions League in Porto zeigte Schalke 04 in der Bundesliga gegen Hoffenheim eine Leistungssteigerung. Dafür gab es mehrere Gründe.

Gelsenkirchen

, 02.12.2018
Schalke schöpft neuen Mut fürs Derby

Schiedsrichter Dr. Robert Kampka musste von den Schalker Spielern viel Kritik einstecken. © dpa

Reden mochte Schiedsrichter Dr. Robert Kampka nach dem Spiel zwischen Hoffenheim und Schalke nicht. Beim 1:1 (0:0) hatten seine Entscheidungen für jede Menge Gesprächsstoff und reichlich Verwirrung gesorgt.

Das betraf nicht zum ersten Mal in dieser Saison das Streitthema Handspiel im Strafraum. Die Gemüter hatte zunächst eine Szene in der 42. Minute erhitzt: Kampka zeigte auf den Elfmeterpunkt, als dem Hoffenheimer Steven Zuber bei einem Flankenversuch von Daniel Caligiuri der Ball erst an die Hüfte und dann an den ausgestreckten Arm sprang. Der Unparteiische konsultierte den Videobeweis und nahm den Strafstoß zurück.

Heidel flüchtet sich in Sarkasmus

„Da muss der Kamerad in Köln mal die Zeitung weglegen“, flüchtete sich Schalkes Sportvorstand Christian Heidel in Sarkasmus mit Bezug auf den Video-Schiedsrichter. Zuvor hatte sich allerdings auch Schalkes Innenverteidiger Salif Sané im Strafraum an die eigene Hand geköpft, was ohne Folgen blieb.

Die Führung der Gastgeber erzielte Andrej Kramaric (59.) nach einer ähnlichen Situation: Bastian Oczipka hatte diesmal den Ball an die rechte Hand bekommen, als Ishak Belfodil am Boden sitzend ihn anschoss. Unmittelbar davor war allerdings auch dem TSG-Stürmer das Leder an den Arm gesprungen. Oczipka war sauer: „Das war kein Elfmeter. Ich kann mir doch nicht die Hand abschneiden“.

Domenico Tedesco schimpfte

Und auch sein Trainer Domenico Tedesco schimpfte: „Uns wurde bei der Trainerschulung durch die Schiedsrichter gesagt, wenn die Hand nach einer Ballberührung vibriert, keine Spannung hat, dann ist es kein Elfmeter.“

Doch das „Elfmeter-Festival“ war damit immer noch nicht beendet. Der Schalker Ausgleich fiel auch durch einen Strafstoß den Nabil Bentaleb (74.) verwandelte. Zuvor war Caligiuri nach einer minimalen Berührung von Ermin Bicakcic im gegnerischen Strafraum gefallen.

Kleine Kampfansage an den Nachbarn

Die rund 5.000 mitgereisten Schalker Anhänger blickten nach dem Spiel schnell nach vorn und stimmten sich mit Schmähgesängen auf das Derby am kommenden Samstag gegen Borussia Dortmund ein. Und auch Tedesco richtete schon einmal eine kleine Kampfansage an den Nachbarn. „Wir werden uns mit jeder Faser des Körpers auf das Spiel vorbereiten. Es gibt keine englische Woche, das tut uns gut. Wir werden Vollgas geben“, betonte der 33-Jährige.

Der Auftritt in Sinsheim taugte insofern als Mutmacher, weil Schalke nach schwacher Anfangsphase eine engagierte Leistung zeigte und in der Schlussphase dem Sieg sogar näher war als die Gastgeber. „Wir wollten nach dem schwachen Spiel in Porto eine Reaktion zeigen. Das haben wir getan“, bilanzierte Caligiuri zufrieden.

Fährmann schläft in den nächsten Tagen anders

Der starke Torhüter Ralf Fährmann gab mit einem Lächeln zu, dass seine Anspannung nun von Tag zu Tage steigen wird. „Ich schlafe vor dem Derby anders als vor anderen Bundesligapartien“, räumte der 30-Jährige ein und ergänzte: „Die Luft fängt an zu brennen. Das macht sich in den Nächten zuvor bemerkbar.“

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