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Ralf Fährmann spürt keinen Druck von Alexander Nübel

Schalke 04

Der Kapitän spricht - und findet auch, dass Schalke bislang in vielen Spielen zu lieb war. Zum Thema Konkurrenzkampf im Tor hat er allerdings eine klare Meinung.

Benidorm

, 08.01.2019 / Lesedauer: 3 min
Ralf Fährmann spürt keinen Druck von Alexander Nübel

Fährmann am Ball, Nübel in Lauerstellung: An dieser Hierarchie hat sich laut Ralf Fährmann nichts geändert. © imago

Ist Schalke zu lieb für die Bundesliga? Die Aussage von Alessandro Schöpf, der sich am Montag gewünscht hatte, dass es auf dem Trainingsplatz auch mal „kracht“, schlug hohe Wellen im Trainingslager.

Er habe nicht das Gefühl, dass seine Spieler zu leise auf dem Platz seien, hatte Trainer Domenico Tedesco im Gespräch mit dieser Zeitung gesagt, und auch Kapitän und Torwart Ralf Fährmann wollte festgestellt haben, dass der Ton im Training durchaus etwas rauer geworden sei.

Ralf Fährmann gibt eigene Fehler zu

Dass Schalke in der Hinrunde bisweilen den Biss vermissen ließ, gab er aber zu. „Ich finde, dass wir oftmals in den Spielen zu lieb waren“, konstatierte Fährmann. „In einigen Situationen hätten wir härter durchgreifen und auch einmal die gelbe oder die ‚orangene‘ Karte riskieren müssen“, so der Keeper.

Generell sei er froh, dass ein neues Jahr begonnen habe. „Es ist ganz gut, dass wir das Buch 2018 schließen konnten und jetzt das neue Buch 2019 aufschlagen“, sagte er. Auch mit seiner eigenen Leistung in der Hinrunde zeigte er sich nicht zufrieden. „Ich habe Fehler gemacht, wie alle anderen auch. Diese Fehler müssen wir einfach abstellen.“

Plötzlich schien ein Wechsel im Tor denkbar

Ein Thema, das Ralf Fährmann allerdings auch im Jahr 2019 beschäftigen wird, ist der Konkurrenzkampf im Schalker Tor. Lange Zeit war Fährmanns Position als Nummer eins zementiert und die anderen beiden Keeper im Team hatten ihre festen Rollen: Alexander Nübel war der junge Nachwuchsmann, der von der Nummer eins lernen sollte, Michael Langer der erfahreren Backup.

Das hat sich geändert: Als Fährmann sich im Herbst verletzte und für mehrere Partien ausfiel, übernahm Nübel und machte seinen Job ordentlich - gegen Ende der Hinrunde, in den Spielen gegen Augsburg und Leverkusen, patzte Fährmann mehrfach. Plötzlich schien es denkbar, dass es einen Wechsel auf der Torwartposition geben könne - auch, wenn Tedesco davon zumindest offiziell nichts wissen wollte.

Schalke droht der Abschied von einem Torwart-Talent

Ralf Fährmann selbst sieht keine neue Situation - das Verhältnis zu seinen beiden Torwart-Kollegen im Allgemeinen und Alexander Nübel im Besonderen habe sich nicht verändert. „Wir trainieren immer noch zu dritt“, so der Keeper und lobt seinen Stellvertreter: „Ich habe immer gesagt, dass Alex eine Super-Karriere hinlegen wird.“

Unter Druck gesetzt fühle er sich deswegen aber nicht. „Ich mache mir eher Druck, den Verein voranzubringen“, sagt er. Ob Alexander Nübel das auch so entspannt sieht, ist eine andere Frage. Zuletzt hatte sich der U21-Nationalkeeper zunehmend kritisch mit seiner Rolle als Ersatzmann gezeigt - sollte es Schalke nicht gelingen, dem 22-Jährigen eine ernsthafte Perspektive aufzuzeigen, droht ein Abschied des Talents.

In eineinhalb Wochen beginnt die Rückrunde, für Schalke geht es los mit einem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg. Die Hinrunde begann bekanntlich mit fünf Niederlagen am Stück - einen ähnlichen Katastrophenstart will Schalke unbedingt vermeiden. „Gefühlt ist jedes Spiel ein Stück weit wie ein Endspiel“, so Fährmann, „und jedes Unentschieden ist eine gefühlte Niederlage. Fakt ist: Die ersten drei Spiele - gegen Wolfsburg, Berlin und Mönchengladbach - sind sehr wegweisend.“

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