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Schalke 04 steckt in dieser Saison völlig unerwartet im Abstiegskampf. Einer der Gründe für das sehr enttäuschende Abschneiden liegt auf den Außenbahnen.

Gelsenkirchen

, 16.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Wer sich mit den sportlichen Problemen des FC Schalke 04 in dieser Saison beschäftigt, muss eine Menge Zeit mitbringen. Es gibt eine Fülle von Themen, die einem sofort einfallen, sei es die fehlende Spielkultur, die mangelnde Durchschlagskraft in der Offensive oder das Fehlen von Überraschungsmomenten.

Eine Schwäche fällt besonders stark ins Gewicht, die in der Vizemeistersaison noch eine Stärke war: Die Außenbahnen sind längst nicht mehr so stark besetzt.

Deshalb beklagen sich Stürmer wie Guido Burgstaller oft zurecht, dass sie zu wenig verwertbaren Bälle bekommen. Und auch die Stärke bei Standards, die Schalke noch im vergangenen Jahr auszeichnete, kommt in dieser Saison nur noch ganz selten zum Vorschein.

Beinschüsse in Nürnberg

Auf der rechten Seite ist Daniel Caligiuri zwar auch in dieser Spielzeit gesetzt, doch sein Spiel hat längst nicht mehr die Wucht und Präzision wie in der Vorsaison. Darüber können auch die bisher erzielten vier Tore und vier Torvorbereitungen in dieser Saison nicht hinwegtäuschen.

Vor allem in der Defensive offenbarte der Deutsch-Italiener viele Schwächen. Zuletzt in Nürnberg war das besonders deutlich zu sehen, als Caligiuri sogar einige Beinschüsse kassierte. Sein ständiges Lamentieren bei Schiedsrichterentscheidungen, die ihm nicht passen, bleibt ebenfalls ein Ärgernis.

Das Problem: Trainer Huub Stevens hat auf der rechten Außenbahn kaum personelle Alternativen. Für Alessandro Schöpf ist die Saison nach einem Bänderriss plus Kapselverletzung gelaufen. Der österreichische Nationalspieler hofft, dass er zu Beginn der Vorbereitung Anfang Juli wieder voll einsteigen kann.

Eine weitere Alternative auf der rechten Seite wäre Sascha Riether. Doch dem Routinier wird trotz großen Engagements im Training nicht mehr zugetraut, in der Bundesliga mithalten zu können.

Angst und Schrecken

Ähnlich problematisch sieht es bei den Königsblauen auf der linken Außenbahn aus. Hier fehlt es Bastian Oczipka an Geschwindigkeit, um die gegnerischen Stürmer wirkungsvoll zu bekämpfen. Und auch seine Flankenläufe werden meistens schon in der Vorbereitungsphase unterbunden.

Vielleicht hängt dies auch mit seiner langen Verletzungspause zusammen. Denn wegen einer Leistenoperation kam der 30-Jährige erst Ende des vergangenen Jahres wieder regelmäßig zum Einsatz.

Mendyl ist ein Fehlgriff

Auch auf der linken Außenbahn ist die Schalker Personaldecke reichlich dünn. Hamza Mendyl wurde zwar für diese Position verpflichtet, doch er versetzte bei seinen Einsätzen eher die eigenen Mitspieler als die Gegner in Angst und Schrecken. Die Verpflichtung des marokkanischen Nationalspielers wird auf Schalke längst als einer der größten Fehleinkäufe in der Amtszeit von Ex-Manager Christian Heidel angesehen.

Deshalb ist Sportvorstand Jochen Schneider gut beraten, auch auf den Außenbahnen nach neuem Personal umzusehen. Denn es ist nicht zu erwarten, dass Caligiuri und Oczipka noch viele gute Jahre als Profi-Fußballer vor sich haben.