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Es war ein relativ kurzes Trainingslager vor der neuen Bundesliga-Saison: Gerade einmal siebeneinhalb Tage war der FC Schalke 04 vor Ort in Mittersill. Am Abreisetag ziehen wir Bilanz.

Mittersill

, 06.08.2018 / Lesedauer: 3 min

DAS WAR GUT:

Die Stimmung: Der Teamgeist stimmt. Das zeigte vor allem die Reaktion der Spieler auf die Pöbel-Attacke gegen Franco Di Santo, aber auch sonst ist das Klima innerhalb der Mannschaft gut. „Es gibt keine Grüppchenbildung im Team“, bestätigte Manager Christian Heidel. „Jeder redet mit jedem.“

Das kann wichtig werden, wenn es im Lauf der Saison einmal schwierige Phasen geben sollte. Auch die neuen Spieler wurden bereits integriert. „Kein Neuer hat das Gefühl, dass er ein Neuer ist“, sagt Heidel. Domenico Tedesco bestätigt: „Wenn man morgens in die Kabine kommt, hat man das Gefühl, dass das alles Brüder sind.“

Die äußeren Bedingungen: Schon zu Beginn des Trainingslagers gab Schalke bekannt, dass man auch in den kommenden Jahren wieder nach Mittersill fahren wird. Das hat zum einem wirtschaftliche Gründe: Die Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern wirbt auf Schalke und zahlt dafür Geld. Allerdings stimmen auch die sportlichen Bedingungen. Der Trainingsplatz ist in erstklassiger Verfassung, dafür sorgt Platzwart Harald „Harry“ Schneider, ehemaliger Fußballprofi und einmaliger österreichischer Nationalspieler.

Sein Rasen, den er hegt und pflegt, würde wohl auch Golfplatzansprüchen genügen. Das Schlosshotel Mittersill ist komfortabel, die Umgebung bietet genug Möglichkeiten für Aktivitäten wie Radtouren oder Bergseebesuche.

Bilanz des Schalker Trainingslagers: Was war gut, was war schlecht?

Beste Trainingsbedingungen boten sich dem FC Schalke 04 im österreichischem Mittersill. © imago

Die Trainingsintensität: Domenico Tedesco ließ seine Profis ordentlich schwitzen. „Es war knackig“, kommentierte der Trainer. „Aber das ist genau das, was wir brauchen.“ Bei Training wechselten sich Konditions- und Taktik-Einheiten ab - „wir machen immer eine Einheit für die Beine und eine für den Kopf“, so Tedesco. In den kommenden beiden Wochen soll dann der Feinschliff für den Start in die Saison erfolgen.


DAS WAR SCHLECHT:

Die Hängepartie bei Johannes Geis: Bei Benedikt Höwedes konnte der Verein rechtzeitig vor dem Trainingslager einen Schlussstrich ziehen: Der Ex-Kapitän wechselte zu Lokomotive Moskau. Bei Johannes Geis gelang das nicht: Der Mittelfeldspieler fuhr mit nach Mittersill, wie es mit ihm weitergeht, ist noch unklar. „Ich glaube, da tut sich noch was“, sagt Christian Heidel zu der Geis-Thematik. Im Testspiel gegen Angers spielte Geis und zeigte eine gute Leistung.



Verletzte Spieler: Zwar waren bis auf den Langzeitverletzten Bastian Oczipka (Leisten-OP) alle Spieler mit nach Mittersill gefahren - die Liste der Profis, die wegen diverser Blessuren nicht alle Einheiten mitmachen konnten, ist aber lang.

Bilanz des Schalker Trainingslagers: Was war gut, was war schlecht?

Unter anderem kehren Omar Mascarell (l.) und Yevhen Konoplyanka (r.) angeschlagen nach Gelsenkirchen zurück. © imago

Vor allem muskuläre Verletzungen plagen die Schalker: Amine Harit und Yevhen Konoplyanka fielen Mitte der Woche aus, beim Testspiel am Sonntag zog sich auch Omar Mascarell einen kleinen Muskelfaserriss im rechten hinteren Oberschenkel zu. Der Saisonstart sei aber nicht gefährdet, versicherte der FC Schalke 04 in einer Pressemitteilung. Im Test gegen den AC Florenz am Samstag (11. August) werde er allerdings noch nicht wieder mitwirken können.

Neuzugang Suat Serdar (Bänderdehnung) verpasste die meisten Einheiten. Das ist nicht ideal für Tedesco, auch, wenn der das Thema relativierte: „Wir haben viele Videoanalysen gemacht, die verletzten Spieler waren bei den Spielen dabei und bekommen viel von der Taktik mit. Da sind wir absolut im Soll.“ Die meisten Verletzten könnten in dieser Woche wieder ins Training einsteigen, hofft der Trainer.

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