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1. FC Nürnberg gegen Schalke 04: Wenn sich zwei „Altmeister“ im Schneckentempo begegnen

Schalke 04

Befreundete Traditionsklubs treffen sich im Tabellenkeller. Und profitieren davon, dass auch die Konkurrenz in dieser Saison relativ selten punktet. Nürnberg wäre bei Niederlage wohl „raus“.

Gelsenkirchen

von Norbert Neubaum

, 11.04.2019 / Lesedauer: 3 min
1. FC Nürnberg gegen Schalke 04: Wenn sich zwei „Altmeister“ im Schneckentempo begegnen

So stimmungsvoll ging es vor dem Hinspiel auf Schalke zu. Auch am Freitag in Nürnberg wird die Fan-Freundschaft zwischen dem „Club“ und Schalke zelebriert - danach gibt es Abstiegskampf. © NBM

Nürnberg neun, Schalke sieben Deutsche Meisterschaften – beim Spiel des 1. FC Nürnberg gegen Schalke 04 traditionsverliebt vom „Duell der Altmeister“ zu sprechen, ist also nicht übertrieben. Die aktuelle Situation der befreundeten Vereine ist allerdings weniger meisterlich: Am Freitag (20.30 Uhr, Eurosport Player) begegnen sich die Altmeister im Schneckentempo.

Was nicht ausschließen soll, dass es ein schnelles Spiel wird, sondern was sich auf die bisherige Punkte-Ausbeute sowohl des 1. FC Nürnberg als auch des FC Schalke 04 bezieht. Nach 28 Spieltagen hat der sich immerhin etwas im Aufwind befindliche 1. FC Nürnberg ganze 17 Zähler auf dem Punkte-Konto, Schalke bringt es auf 26 – wer die „Königsblauen“ noch immer als Vize-Meister bezeichnet, liegt sachlich zwar richtig, lebt irgendwie aber immer noch in der Vergangenheit...

0,93 Punkte pro Spiel für Schalke

0,93 Punkte pro Spiel – für die prinzipiell international orientierten Schalker ist das eine Horror-Bilanz. Dass die Mannschaft von Trainer Huub Stevens damit immer noch auf Tabellenplatz 14 und fünf Punkte sowie dem deutlich besseren Torverhältnis vor dem Relegationsplatz 16 (VfB Stuttgart) rangiert, hat einzig und allein damit zu tun, dass die Keller-Konkurrenz in dieser Saison unterdurchschnittlich punktet.

Zum Vergleich: Allein in den vergangenen drei Spielzeiten hätte Schalke mit dieser Ausbeute nicht so relativ komfortabel dagestanden. In der Saison 2017/18 hätte Schalke mit 26 Punkten und minus 17 Toren nach 28 Spieltagen Rang 16 belegt, 2016/17 und 2015/16 wäre Schalke Vorletzter gewesen.

Warum die Fans hoffen

Die Hoffnung vieler Schalker Fans auf den Klassenerhalt nährt sich daher weniger durch den Glauben an die Stärke des eigenen Teams, sondern eher durch das Vertrauen auf die fast schon dramatische Schwäche der anderen Keller-Kinder. Zumal sich bei nüchterner Betrachtung zumindest statistisch seit der Amtsübernahme von Huub Stevens auch noch nicht viel getan hat.

Drei Bundesliga-Spiele, davon ein Sieg und zwei Niederlagen. Ein Punkt im Schnitt pro Spiel – unter Vorgänger Domenico Tedesco (0,92 Punkte im Schnitt) lief es nur unwesentlich schlechter. Allerdings waren mit Leipzig und Frankfurt auch zwei für das aktuelle Schalke schwer schlagbare Gegner dabei, im alternativlos zu gewinnenden Spiel gegen Hannover siegte Schalke mit 1:0.

Gegen „Club“ begann beste Phase

Sowieso war auf Schalke in dieser Saison zumindest dann Verlass, wenn es gegen die direkten Keller-Konkurrenten ging. Mit Nürnberg, Augsburg und Stuttgart warten noch drei solcher Duelle – in der Hinrunde läutete ein 5:2-Sieg gegen Aufsteiger Nürnberg die beste Schalker Saisonphase ein, in der die Königsblauen aus sechs Spielen immerhin acht Punkte holten. Dass ein Schnitt von 1,3 bislang die erfolgreichste Saison-Ausbeute ist, spricht Bände.

Dementsprechend vorsichtig bleibt Huub Stevens auch vor der Partie in Nürnberg, die für Schalke eigentlich eine Pflicht-Aufgabe sein sollte. „Die Chancen stehen 50:50. Ich weiß nicht, wie Nürnberg drauf ist, ich bin da nicht in der Kabine.“ Boris Schommers schon – der Nürnberger Trainer, Nachfolger von Michael Köllner, hat in sieben Spielen einen „Dreier“ geholt.

Stevens bleibt vorsichtig

In Nürnberg, wo eine Niederlage gegen Schalke den Abstieg wahrscheinlicher machen würde, gilt er damit schon als Hoffnungsträger...

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