Zwei-Millionen-Euro-Ferrari gestohlen: Ermittlungen

Der spektakuläre Coup eines Ferrari-Diebes ist aufgeklärt. Nach Überzeugung der Polizei war es ein 43-Jähriger, der vor einem Monat bei Düsseldorf mit dem zwei Millionen Euro teuren Boliden bei einer Probefahrt davonbrauste.

13.06.2019, 14:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zwei-Millionen-Euro-Ferrari gestohlen: Ermittlungen

Das Blaulicht an einem Einsatzwagen der Polizei. Foto: H.- C. Dittrich/Archiv

Einen Monat nach dem spektakulären Diebstahl eines mehr als zwei Millionen Euro teuren Ferraris bei Düsseldorf hat die Polizei den mutmaßlichen Dieb ermittelt. Es handele sich um einen einschlägig bekannten 43-jährigen Franzosen, teilte ein Polizeisprecher am Donnerstag in Düsseldorf mit.

Der Mann sitze bereits hinter Gittern - weil er derzeit in Frankreich in anderer Sache eine Haftstrafe verbüße. Der Ferrari war nach der Tat in Grevenbroich sichergestellt worden. Zeugen hatten gesehen, wie der seltene rote Sportwagen dort in eine Garage gefahren wurde. Im Wagen konnten Spuren des Diebes gesichert werden - unter anderem Fingerabdrücke.

Zudem war der Dieb kurz vor der Probefahrt beim Oldtimer-Handel fotografiert worden. Die breite internationale Berichterstattung über den spektakulären Coup habe zu Hinweisen aus Frankreich geführt. Dort habe ein Leser der Zeitung „Le Parisien“ den 43-Jährigen aus Nordfrankreich auf dem Fahndungsfoto wiedererkannt.

Der Verdächtige hatte sich im Mai bei einem Oldtimerhandel in Düsseldorf als Kaufinteressent ausgegeben. Als er während der Probefahrt im benachbarten Neuss ans Steuer des Wagens durfte, fuhr er mit dem 400-PS-Gefährt davon und ließ den verdutzten Verkäufer am Straßenrand zurück.

Der seltene Ferrari 288 GTO, Baujahr 1985, war von dem Oldtimerhandel für mehr als zwei Millionen Euro angeboten worden. Erstbesitzer soll laut Verkaufsanzeige Ex-Formel-1-Pilot Eddie Irvine gewesen sein.

Der wegen Auto-Diebstählen vorbestrafte Mann läuft den Ermittlern so schnell nicht weg: Seit Anfang Juni sitze er wegen eines anderen Delikts für zwei Jahre hinter Gittern. Dabei gehe es ausnahmsweise nicht um Auto-Diebstahl. Weitere Einzelheiten zu dem Delikt wurden aber nicht gemacht.

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