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Was passiert, wenn die B236 umgebaut wird? Werden Häuser abgerissen? Wie komme ich auf die Autobahn, wie zur Akademie? Was ist mit Bushaltestellen und Parkplätzen? Jetzt gab es Antworten.

Schwerte

, 21.06.2018 / Lesedauer: 4 min

Zur ersten Bürgersprechstunde der Deges am Mittwochnachmittag im Rathaus sind nur wenige Anwohner erschienen, die sich mit konkreten Fragen zum Ausbau der B236 an Projektleiter Karl-Heinz Aukschun und NRW-Bereichsleiter Udo Pasderski wandten. Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengefasst.

Wann wird mit der Baumaßnahme begonnen? Im Januar 2019 will die Deges mit dem Ausbau der Bundesstraße beginnen. Es gibt vier Bauabschnitte, für die jeweils sechs Monate Bauzeit eingeplant sind.

Wo wird zuerst gebaut? Teil 1 ist gleich der schwierigste und anspruchsvollste und umfasst den Knotenpunkt Bergstraße sowie die Auffahrt zur A1 in Richtung Köln, die sechs Monate lang nicht nutzbar sein wird. Sie wird komplett erneuert und bekommt zwei Fahrstreifen, die sich erst kurz vor Erreichen der Autobahn auf einen verengen. Auch Ein- und Ausfahrt in die und aus der Bergstraße ist in dieser Zeit nicht möglich. „Sechs Monate sind ein sportliches Ziel“, erklärt Projektleiter Karl-Heinz Aukschun, „aber wir sind zuversichtlich, dass wir das schaffen.“

Wo geht es danach weiter? Teil 2 liegt auf der anderen Seite und betrifft die Heidestraße und die Auffahrt in Richtung Bremen. Wie schon gegenüber sind hier sechsmonatige Sperrungen geplant. Ende 2019 will die Deges dann mit diesen beiden Abschnitten fertig sein.

Was kommt dann? Zunächst wird die östliche Seite der B236 in Richtung Dortmund zweispurig ausgebaut. Auch das soll sechs Monate dauern. Vor den Fahrstreifen werden die Vorrichtungen für die bis zu sechs Meter hohen Lärmschutzwände fertiggestellt. Die sollen übrigens in den oberen drei Metern transparent werden und Rankelemente für Pflanzen bekommen. Der letzte Bauabschnitt, weitere sechs Monate, umfasst die beiden neuen Fahrbahnen von Aplerbeck bis kurz vorm Talweg, der das Bauende markiert. Ende 2020 will die Deges fertig sein und den Spagat geschafft haben zwischen „vernünftig und dennoch schnell bauen“.

Wann kommt die neue Fußgängerbrücke? Die soll etwa im Sommer 2019 stehen. Baubeginn hierfür ist schon im Sommer 2018. Die alte Brücke soll weitgehend parallel nutzbar sein – bis auf einen Monat, wenn sie endgültig Platz machen muss und die neue Überquerung noch nicht genutzt werden kann.

Können alle Häuser entlang der 1,5 Kilometer langen Strecke stehen bleiben? Nein, einige Gebäude auf der Ostseite der B236 werden abgerissen. Sie sind inzwischen Eigentum der Deges. Karl-Heinz Aukschun rechnet damit, dass die letzten Mieter in den nächsten zwei Monaten ausziehen.

Was wird aus dem Parkplatz gegenüber vom Freischütz? Während der Bauzeit wird er dringend als Lagerfläche gebraucht. Nach Fertigstellung der Fahrbahnen wird er wieder für Pkw und Lkw freigegeben.

Können die Busse auch während der Bauzeit auf der Strecke halten? Ja, es sollen Haltepunkte eingerichtet werden. Deren Standorte stehen noch nicht exakt fest. Später gibt es wieder feste Haltestellen.

Wo soll der Verkehr hin, wenn die Autobahnauffahrten wechselnd gesperrt sind? Es soll großräumige Bedarfsumleitungen mit U-Nummern geben, wie man sie aus dem Fernverkehr kennt. Auf den Autobahnen und Fernstraßen soll frühzeitig auf die Sperrungen hingewiesen werden. Ob ortskundige Autofahrer sich an solche Empfehlungen halten, darf bezweifelt werden. Schleichverkehr durch Wohngebiete werde sich kaum vermeiden lassen, räumt NRW-Bereichsleiter Udo Pasderksi ein. „Das Leid wird hoch, aber kurz.“ Am Klusenweg zum Beispiel soll eine Baustellenampel das Fahren in beiden Richtungen regeln.

Die Katholische Akademie am Bergerhofweg zählt 13.500 An- und Abreisen pro Jahr. Ist die Einrichtung während der Bauzeit noch erreichbar? Eine Ausschilderung soll rechtzeitig auf die Umleitungsstrecken aufmerksam machen, versprachen die Deges-Experten.

Wie gestaltet sich nach dem Umbau die Anbindung des Gartencenters Augsburg? Das Rechtsabbiegen aus Richtung Dortmund bleibt erhalten. Hinzu kommt die Möglichkeit zum Linksabbiegen aus Richtung Schwerte. Wer vom Augsburg-Gelände kommt, darf nach wie vor nur rechts herum, kann demnächst aber an der nächsten Einmündung wenden.

Wie wird gewährleistet, dass das geplante Bautempo eingehalten wird? Die Deges hält die gesamte Baumaßnahme wie ein Paket in ihrer Hand. So will sie sicherstellen, dass keine Leerläufe entstehen, sich die verschiedenen Gewerke aber auch nicht in die Quere kommen.

Wer ist überhaupt die Deges? Die Deges plant und realisiert als Projektmanagementgesellschaft Bundesfernstraßen für ihre Gesellschafter, den Bund und zwölf Bundesländer. Im Auftrag des Bundes und des Landes NRW realisiert sie unter anderem den Neubau der Rheinbrücke Duisburg-Neuenkamp und den Ausbau der A40 zwischen den Anschlussstellen Duisburg-Homberg und Duisburg-Häfen. Die „Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und bau GmbH“ hat ihren Firmensitz in Berlin.

Wie geht es mit der Information der Bürger weiter? Die Deges will zunächst alle zwei Wochen eine Sprechstunde im Rathaus anbieten, die nächste bereits am Mittwoch, 4. Juli, von 17 bis 19 Uhr. Während der Bauzeit soll dann die Bauleitung vor Ort jederzeit ansprechbar sein. Ihr kostenloses Bürgertelefon ist montags bis sonntags von 8 bis 20 Uhr unter (0800) 58952479 erreichbar. Die Deges hat eine Webseite mit allen Informationen zum Bauprojekt eingerichtet.