Zverev muss um ATP Finals zittern

Im vergangenen Jahr feierte Alexander Zverev bei den ATP Finals in London den bislang größten Erfolg seiner Karriere. In dieser Saison muss Deutschlands bester Tennisspieler um die Teilnahme bangen. Auch weil er im Halbfinale von Peking seine Chancen nicht nutzte.

06.10.2019, 16:24 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Rennen um die Qualifikation für die ATP Finals in London wird für Alexander Zverev zu einem Zitterspiel.

Zwar sprang Deutschlands bester Tennisspieler durch seinen Halbfinal-Einzug beim Turnier in Peking im aktuellen Ranking für den Saisonabschluss auf den achten Platz und wäre damit für das Event in der britischen Hauptstadt Mitte November qualifiziert. Doch der Vorsprung auf die Konkurrenten ist minimal, so dass Zverev auch in dieser Woche in Shanghai weit kommen muss, um sich die Chance auf London zu erhalten.

Im vergangenen Jahr gewann Zverev die Veranstaltung der acht besten Profis des Jahres durch einen Finalsieg gegen Novak Djokovic und feierte damit den größten Erfolg seiner Karriere. „London ist das Ziel“, hatte Zverev nach seinem Achtelfinal-Aus bei den US Open Anfang September mit Blick auf den Rest des Jahres gesagt.

In Peking versäumte es der 22-Jährige, einen noch größeren Sprung zu machen, weil er am Samstag im Halbfinale gegen Stefanos Tsitsipas seine Chancen nicht nutzte. Beim 6:7 (6:8), 4:6 vergab Zverev im Tiebreak des ersten Durchgangs gleich drei Satzbälle. Im zweiten Abschnitt kämpfte er sich nach einem 1:5-Rückstand zwar noch einmal auf 4:5 heran und wehrte drei Matchbälle des Griechen ab. Doch dann holte sich Tsitsipas den Sieg.

Im Finale musste sich der Grieche aber dem Österreicher Dominic Thiem mit 6:3, 4:6, 1:6 geschlagen geben. Thiem hatte sich bereits durch den Finaleinzug als fünfter Spieler nach Rafael Nadal, Novak Djokovic, Roger Federer und Daniil Medwedew für London qualifiziert.

In Shanghai hat Zverev zum Auftakt ein Freilos. Im Achtelfinale der mit 8,3 Millionen Dollar dotierten Veranstaltung könnte es dann aber schon zu einem Duell mit Roger Federer kommen, mit dem er unlängst noch zusammen den Laver Cup gewonnen hat. Die Formkurve bei Zverev zeigt also nach oben. Aber ob das für London reicht, werden erst die nächsten Wochen zeigen.

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