Zusatz-Verfahren gegen Ex-BLB-Chef eingestellt

In der millionenschweren Affäre um den landeseigenen Baubetrieb BLB werden zwei große Anklage-Komplexe nicht vor Gericht verhandelt. Die Verfahren seien eingestellt worden, weil die zu erwartende Strafe nicht beträchtlich ins Gewicht fallen würde, sagte eine Sprecherin des Düsseldorfer Landgerichts auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

11.10.2018, 06:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zusatz-Verfahren gegen Ex-BLB-Chef eingestellt

Ferdinand Tiggemann. Foto: Marius Becker/Archiv

Das Gericht hatte den ehemaligen Chef des größten nordrhein-westfälischen Landesbetriebs, Ferdinand Tiggemann, im Februar 2017 wegen Bestechlichkeit und Untreue zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt. In dem Prozess ging es um Korruption bei landeseigenen Bauprojekten in NRW. Das Urteil ist rechtskräftig.

Die auf Korruption spezialisierte Staatsanwaltschaft Wuppertal hatte nach der Verurteilung Tiggemanns zwei weitere Anklagen gegen den Ex-BLB-Manager wegen Untreue erhoben, in einem Fall wegen des skandalträchtigen Neubaus des NRW-Landesarchivs. Die Staatsanwaltschaft habe der Einstellung - trotz jahrelanger aufwändiger Ermittlungen - zugestimmt, bestätigte ein Sprecher der Behörde.

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