Zum Welttoilettentag richtet der Lippeverband eine Botschaft an die Lüner Bürger

Welttoilettentag

Der 19. November ist offizieller Welttoilettentag. Außerdem das Datum, an dem der Lippeverband eine Klär-Bilanz für Lünen zieht. Und einen wichtigen Appell an die Bevölkerung richtet.

Lünen

, 19.11.2019, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zum Welttoilettentag richtet der Lippeverband eine Botschaft an die Lüner Bürger

Am 19. November ist Welttoilettentag. © Gabor Monori / Unsplash.com

Der Welttoilettentag ist kein Scherz, sondern ein Jahrestag, den die Welttoilettenorganisation (WTO) ausgerufen hat. Auch diese Organisation gibt es wirklich, und sie hat ein ernstes Anliegen: Sie will die Toilettensituation weltweit verbessern.

Was immer noch witzig klingt, wird spätestens dann zum Problem, wenn man zum Beispiel in der Innenstadt, im Park oder auch auf einer Autobahnraststätte ohne Gastronomiebetrieb austreten muss. Denn selbst in Deutschland ist der Zustand so mancher öffentlich zugänglicher Toilettenanlage in etwa mit dem zu vergleichen, das viele Menschen mit dem Klo als erstes in Verbindung bringen.

2,5 Milliarden Menschen ohne Toilette

Wenn man dann auch noch liest, dass weltweit 2,5 Milliarden Menschen keine Toiletten zur Verfügung haben und entsprechend Exkremente und Keime ungeklärt in Grund- und Fließwasser gelangen, könnte man auf den Gedanken kommen, dass die WTO vielleicht doch keine so schlechte Idee ist.

Und weil der Wasserreinigung eine große Bedeutung zukommt, nutzt der Lippeverband den Welttoilettentag, um über die Leistung seiner Kläranlagen während des Vorjahres zu informieren. Das Klärwerk Lünen-Seseke hat demnach 18,9 Millionen Kubikmeter Wasser gereinigt - das ist in etwa so viel Wasser, wie in die Aggertalsperre im Sauerland passt. 2017 waren es übrigens 23,3 Millionen Kubikmeter geklärtes Wasser in Lünen gewesen.

Zum Welttoilettentag richtet der Lippeverband eine Botschaft an die Lüner Bürger

Das Klärwerk Lünen-Sesekemündung reinigte 18,9 Millionen Kubikmeter Abwasser im Jahr 2018. © Lippeverband

Allerdings gibt es ein Problem: Immer wieder spülen Menschen Medikamente die Toilette hinunter. „Die sogenannten Spurenstoffe können auch in modernen Kläranlagen nicht restlos herausgefiltert werden, sie belasten daher die Gewässer und schädigen die Fauna in den Bächen und Flüssen“, teilt der Lippeverband mit.

Modellversuch für Lünen denkbar

Deshalb hat die Schwestergesellschaft des Lippeverbandes, die Emschergenossenschaft, in der Ruhrgebietsstadt Essen einen Versuch unter dem Motto „Essen macht‘s klar“ gestartet. Dahinter verbirgt sich eine Informationskampagne, die auf die Folgen von Medikamentenresten im Wassersystem hinweisen soll.

Der Versuch soll auch auf Kommunen des Lippeverbandes ausgeweitet werden - 2020 zunächst in Nordkirchen, eine Ausweitung unter anderem auf Lünen bezeichnet der Verband als „denkbar“.

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