Zum 250. Geburtstag: Köln zeigt Humboldt als Foto-Pionier

Eines der ältesten Fotobücher ist von Samstag an bis zum 27. Januar im Museum Ludwig in Köln zu sehen. Es wurde 1844 von dem Erfinder der Fotografie auf Papier, William Henry Fox Talbot, angefertigt und dem deutschen Naturforscher Alexander von Humboldt (1769-1859) gewidmet. Humboldt, dessen 250. Geburtstag nächstes Jahr gefeiert wird, wurde am Ende seines langen Lebens zu einem wichtigen Förderer und Pionier der Fotografie. „Es ist eine der freuendsten und bewunderungswürdigsten Entdeckungen unserer Zeit“, schwärmte er 1839. Talbots Buch mit 22 der frühesten Fotografien ist heute von unschätzbarem Wert.

12.10.2018, 09:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zum 250. Geburtstag: Köln zeigt Humboldt als Foto-Pionier

Ein Mann betrachtet die Fotografie "Seitenportal der Kathedrale von Mexiko Stadt" von Paul de Rosti. Foto: Oliver Berg/aktuell

Dazu zeigt das Museum Ludwig ein zweites Fotoalbum mit 47 Aufnahmen aus Südamerika, das Humboldt 1858, im Jahr vor seinem Tod, geschenkt bekam. Darin finden sich einige der frühesten Aufnahmen aus Mexiko, Venezuela und Kuba. Humboldt sah in diesem Album einen Riesenbaum, den er 60 Jahre zuvor während seiner großen Südamerika-Expeditionen selbst besucht hatte: „Seht“, rief er bei dieser Gelegenheit, „was ich jetzt bin, und er, der herrliche Baum ist noch, was er vor 60 Jahren war, als ich vor ihm stand: Keiner seiner großen Äste ist verdorrt, er grünt wie vordem.“

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