Zugunglück in Meerbusch: Fehler von Fahrdienstleiterinnen

Das Zugunglück mit rund 50 Verletzten in Meerbusch-Osterath vor zehn Monaten ist laut Gutachten auf eine Fehlerkette zweier Fahrdienstleiterinnen zurückzuführen. Das hat die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft am Dienstag mitgeteilt. Eine der beiden Frauen habe eine falsche Zugnummer eingegeben. Der Fehler habe Folgeprobleme ausgelöst, an deren Ende beide Fahrdienstleiterinnen fälschlich von einer technischen Störung ausgegangen seien. Ein Personenzug war in der Folge bei Düsseldorf auf einen Güterzug geprallt.

18.10.2018, 11:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zugunglück in Meerbusch: Fehler von Fahrdienstleiterinnen

Mitarbeiter der Bahn beginnen mit der Bergung zweier verunglückter Züge. Foto: Roland Weihrauch/Archiv

Der gravierendste Fehler sei gewesen, bei der Freigabe der Strecke, auf der tatsächlich noch ein Zug unterwegs war, den „Befehl 12“ nicht erteilt zu haben, nämlich das langsame Fahren auf Sicht, sagte Oberstaatsanwalt Uwe Kessel. Damit hätte die Kollision immer noch verhindert werden können. Staatsanwaltschaft und Bundespolizei ermitteln wegen fahrlässiger Körperverletzung.

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