Zivilprozess gegen Kik nach Fabrikbrand in Pakistan beginnt

Rund sechs Jahre nach der Brandkatastrophe in einer Fabrik in Pakistan mit mehr als 250 Toten beginnt heute ein Zivilprozess in Dortmund. Vier Kläger - ein Überlebender und drei Angehörige - fordern jeweils 30 000 Euro Schmerzensgeld vom damaligen Hauptauftraggeber, dem Textildiscounter Kik. Die Kläger werfen dem Unternehmen vor, mitverantwortlich zu sein für mangelhafte Brandschutzvorkehrungen. Kik weist die Ansprüche zurück und geht von einer Klageabweisung wegen Verjährung aus.

29.11.2018, 01:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zivilprozess gegen Kik nach Fabrikbrand in Pakistan beginnt

Rettungskräfte stehen vor dem ausgebrannten Fabrikgebäude in Karachi. Foto: Rehan Khan/EPA/Archiv

Die Kläger wollen erreichen, dass erstmals ein deutsches Unternehmen für ein Unglück bei einem ausländischen Zulieferer haftbar gemacht wird. Die Menschenrechtsorganisationen ECCHR und Medico International unterstützen das Verfahren. Am 11. September 2012 waren bei dem Feuer bei Ali Enterprises in Karachi mehr als 250 Menschen getötet und mehrere Dutzend Arbeiter verletzt worden, einige von ihnen schwer. Kik hat bereits mehr als sechs Millionen US-Dollar (5,3 Millionen Euro) für die Betroffenen bereitgestellt.

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