Zellenbrand in LVR-Klinik: Insasse blieb unverletzt

In der forensischen Abteilung der LVR-Klinik Bedburg-Hau am Niederrhein ist am Freitagmittag ein Zellenbrand ausgebrochen. Drei Bedienstete konnten das Feuer schnell löschen, wie die Polizei Kleve mitteilte. Der 30-jährige Zellenbewohner blieb unverletzt. Die Beschäftigten erlitten laut Polizei beim Löschen leichte Rauchvergiftungen und wurden vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Zur Brandursache und den Hintergründen gab es zunächst keine Informationen. Die Mitarbeiter wurden bereits im Krankenhaus befragt. Die Kriminalpolizei hat vor Ort die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

05.08.2019, 14:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zellenbrand in LVR-Klinik: Insasse blieb unverletzt

Ein Blaulicht. Foto: Lino Mirgeler/Archivbild

Die Forensik in Bedburg-Hau ist eine der größten Einrichtungen in NRW für psychisch kranke oder drogenabhängige Straftäter. 2018 war der 26 Jahre alte Syrer Amad A. an den Folgen eines Zellenbrandes im Gefängnis in Kleve gestorben. Laut Gutachter hatte er das Feuer selbst gelegt - wohl aus Verzweiflung, weil er nach einer Verwechselung wochenlang unschuldig im Gefängnis saß. Der Fall hatte heftige Kritik ausgelöst und unter anderem zu einem Untersuchungsausschuss im Landtag geführt.

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