Zehn Jahre Hochschule für Gesundheit

Krankenpfleger, Hebammen oder Physiotherapeuten setzen zunehmend auf einen Hochschulabschluss statt einer klassischen Berufsausbildung: Zehn Jahre nach ihrer Gründung hat die Hochschule für Gesundheit (hsg) in Bochum die Zahl ihrer Studierenden bereits auf knapp 1600 verachtfacht. Im November 2009 war die hsg als damals erste staatliche Schule ihrer Art aus der Taufe gehoben worden, zum Wintersemester im nächsten Jahr starteten 193 Anwärter für Pflege- und andere Gesundheitsberufe. Auch die Studiengänge Hebammenkunde, Logopädie, Ergo- und Physiotherapie gehörten von Beginn an dazu. An diesem Freitag will die Hochschule ihr Jubiläum mit einem Festakt und einer Party auf dem Campus feiern.

08.11.2019, 05:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zehn Jahre Hochschule für Gesundheit

Standort der Hochschule für Gesundheit auf dem Gesundheitscampus NRW in Bochum. Foto: Bernd Thissen/dpa/Archivbild

Dass studierte Pfleger und Therapeuten auf dem Arbeitsmarkt gefragt seien, belege auch eine aktuelle Studie des NRW-Gesundheitsministeriums zu den Absolventen der Studiengänge, teilte eine Sprecherin mit: In der Regel gelinge ein problemloser Einstieg in die einschlägigen Berufe. Eine Mehrheit von 80 Prozent der Absolventen sei in der patientennahen Versorgung tätig.

Inzwischen stehen insgesamt 16 Bachelor- und Masterstudiengänge auf dem Programm. 2014 konnten die ersten Absolventen ihr Studium beenden. Insgesamt waren es nach Angaben der Hochschule bisher mehr als 850.

Im Gegensatzetwa zu den Niederlanden war der Berufseinstieg in Gesundheitsberufen jenseits des Medizinstudiums in Deutschland lange ausschließlich über eine schulische Ausbildung und etwa in Krankenhäusern vorgesehen. Inzwischen gibt es an immer mehr Hochschulen bundesweit die Möglichkeit, Pflege- und therapeutische Berufe auch zu studieren. Gerade die Mangelberufe sollen durch die Akademisierung aufgewertet und für mehr Bewerber attraktiv werden. Gleichzeitig ist die Einrichtung von Lehre und Forschung an Hochschulen eine Reaktion auf steigende Anforderungen in der Gesundheitsbranche, etwa durch immer ältere Patienten mit einer Vielzahl von Erkrankungen.

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