Zahl der Hartz-IV-Sanktionen in NRW leicht gesunken

Die Zahl der Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger in Nordrhein-Westfalen ist in den ersten sechs Monaten des Jahres gesunken. Wurden im ersten Halbjahr 2017 noch 112 499 Sanktionen ausgesprochen, waren es 2018 im gleichen Zeitraum 8944 Fälle weniger, wie die Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte. Das entspreche einem Minus von 7,9 Prozent.

10.10.2018, 15:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zahl der Hartz-IV-Sanktionen in NRW leicht gesunken

Ein Passant geht an dem Logo der Agentur für Arbeit vorbei. Foto: Sebastian Kahnert/Archiv

Die Sanktionsquote - sie misst das Verhältnis von verhängten Sanktionen zu allen erwerbsfähigen Leistungsberechtigten - sank im selben Zeitraum um 0,1 Prozentpunkte auf 2,6 Prozent. Bundesweit blieb die Sanktionsquote unverändert bei 3,1 Prozent.

Laut Bundesagentur wird eine Sanktion in vier von fünf Fällen ausgesprochen, weil vereinbarte Termine im Jobcenter oder beim ärztlichen Dienst nicht wahrgenommen werden (78,9 Prozent der Fälle). „Wenn es keinen wichtigen Grund für das Verpassen des Termins gibt, sind die Jobcenter gesetzlich verpflichtet, eine Sanktion auszusprechen“, teilte die Regionaldirektion mit.

Bundesweit sank die Zahl der Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger in den ersten sechs Monaten des Jahres leicht auf knapp 449 550 Fälle. Das waren rund 25 800 weniger als im Vorjahreszeitraum.

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