Zahl der Großbrände hat massiv zugenommen

Lüner Feuerwehr

Viele Großbrände beschäftigten die Lüner Feuerwehr im Jahr 2018. Im Vergleich zu 2017 hat ihre Zahl massiv zugenommen. Bei der Jahresdienstbesprechung ging es um einige besondere Einsätze.

Lünen

, 20.01.2019, 11:13 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zahl der Großbrände hat massiv zugenommen

Die Jahresdienstbesprechung 2018 startete mit einer Bildershow und zeigte beispielhaft das breite Einsatzspektrum der Feuerwehr Lünen. © Foto: Beuckelmann

1232 Einsatzalarmierungen verzeichnet die Feuerwehr Lünen für das Jahr 2018. Das sind 215 mehr als 2017. Gestiegen ist die Zahl der Brandeinsätze - von 333 im Jahr 2017 auf 354 in 2018. Auffallend ist hierbei die Zunahme von Großbränden. 2017 waren es 2, im Jahr 2018 hingegen 52.

Zum Beispiel im Mai an der Frydagstraße. Das seit Jahrzehnten größte Feuer im Kreis Unna war am 30. Juni in Bönen beim Entsorgungsfachbetrieb GWA und hielt über 1000 Einsatzkräfte tagelang in Atem.

Nicht immer ein glückliches Ende

Im Jahresbericht skizzierte Volker Löchter, Sprecher der 266-köpfigen Freiwilligen Feuerwehr, am Freitag bei der Jahresdienstbesprechung die Einsatzrealität: „Leider nicht immer mit einem glücklichen Ende.“ Eine regelrechte Unfallserie im August und September forderte Tote und Verletzte auf der A 2 im Bereich Lanstrop/Niederaden. Auch der Orkan „Friederike“ und Starkregenereignisse mit Überschwemmungen machten den Einsatzkräften zu schaffen.

FOTOSTRECKE
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Jahresdienstbesprechung Feuerwehr Lünen

Die Lüner Feuerwehr traf sich zur Jahresdienstbesprechung. Zahlreiche Gäste aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen waren dabei. Neben vielen Informationen gab es auch Ehrungen.
20.01.2019
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Mit dem Feuerwehrehrenzeichen des NRW-Innenministeriums zeichnete Feuerwehrchef Rainer Ashoff (v.r.) für 25-jährige Mitgliedschaft Dirk Kochanski, Michael Reddig, Roland Rosenberger und Andreas Tigges aus.© Foto: Beuckelmann
Im Jahresbericht skizzierte Volker Löchter (l.), Sprecher der 266-köpfigen Freiwilligen Feuerwehr, am Freitag bei der Jahresdienstbesprechung die Einsatzrealität: „Leider nicht immer mit einem glücklichen Ende.“© Foto: Beuckelmann
Für 35-jährige Mitgliedschaft zeichneten Feuerwehrchef Rainer Ashoff (l.) und Volker Löchter (r.), Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr, folgende Kameraden aus: (v.r.) Michael Wittenbreder, Christian Evers, Dieter Rautert und Sönke Andresen.© Foto: Beuckelmann
Feuerwehrchef Rainer Ashoff (r.) lobte in seiner Ansprache die interkommunale Zusammenarbeit und begrüßte über 250 Gäste zur Jahresdienstbesprechung in der Feuer- und Rettungswache an der Kupferstraße.© Foto: Beuckelmann
Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns (r.) und Feuerwehrchef Rainer Ashoff (l.) ehrten Karl Georg Schwarzner für 50 Jahre engagierte Mitgliedschaft in der Feuerwehr mit der Ehrennandel in Gold.© Foto: Beuckelmann
Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns (r.) und Feuerwehrchef Rainer Ashoff (l.) ehrten Dieter Steinkuhl (M.) für 50 Jahre engagierte Mitgliedschaft in der Feuerwehr mit der Ehrennadel in Gold.© Foto: Beuckelmann
Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns (r.) und Feuerwehrchef Rainer Ashoff (l.) ehrten Friedhelm Stoltefuß (M.) für 50 Jahre engagierte Mitgliedschaft in der Feuerwehr mit der Ehrennadel in Gold.© Foto: Beuckelmann
Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns (r.) und Feuerwehrchef Rainer Ashoff (l.) ehrten Heinz Hermann (M.) für 50 Jahre engagierte Mitgliedschaft in der Feuerwehr mit der Ehrennadel in Gold.© Foto: Beuckelmann
Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns (r.) und Feuerwehrchef Rainer Ashoff (l.) ehrten Clemens Rautert (M.) für 60 Jahre engagierte Mitgliedschaft in der Feuerwehr mit der Ehrennadel in Gold.© Foto: Beuckelmann
Unter großem Applaus wurden langjährige Mitglieder in der Feuerwhr geehrt von Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns (4.v.l.), Feuerwehrchef Rainer Ashoff (l.) und Volker Löchter (r.). Als Jubilare freuten sich (v.l.) Friedhelm Stoltefuß, Clemens Rautert, Karl Georg Schwarzner, Dieter Steinkuhl und Heinz Hermann.© Foto: Beuckelmann
Michael Wittenbreder (M.) wurde auf eigenen Wunsch aus dem aktiven Dienst in die Ehrenabteilung dankbar verabschiedet vom Feuerwehrchef Rainer Ashoff (r.) und Volker Löchter, Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr (l.).© Foto: Beuckelmann
Mit stehenden Ovationen honorierten die Gäste der Jahresdienstbesprechung die Verdienste langjährig engagierter Feuerwehrkräfte.© Foto: Beuckelmann
Volker Löchter, Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr (2.v.r.) bei der Vergabe der Ehrungen und Abzeichen.© Foto: Beuckelmann
Zu den über 250 Gästen bei der Dienstbesrechung zählten Vertreter aus Politik, Rat und Verwaltung, des Regierungspräsidiums Arnsberg, DRK, DLRG, Johanniter, Polizei, THW, Stadtwerke, Aurubis, Remondis, Schützen und des St.-Marien-Hospitals Lünen, Notärzte, Notfallseelsorge und benachbarte Feuerwehren.© Foto: Beuckelmann
Feuerwehrchef Rainer Ashoff (r.) bei der Übergabe der Auszeichnungen und Ehrungen.© Foto: Beuckelmann

Feuerwehrchef Rainer Ashoff lobte die interkommunale Zusammenarbeit und begrüßte über 250 Gäste zur Besprechung: Vertreter aus Politik, Rat und Verwaltung, des Regierungspräsidiums Arnsberg, DRK, DLRG, Johanniter, Polizei, THW, Stadtwerke, Aurubis, Remondis, Schützen und des St.-Marien-Hospitals Lünen, Notärzte, Notfallseelsorge und benachbarte Feuerwehren. Lob erhielt das hoch motivierte Team der 39-köpfigen Jugendfeuerwehr sowie der Aus- und Weiterbildungsbereich der Gesamtfeuerwehr.

Arbeit am neuen Leitbild

Mit Hochdruck werde derzeit ein neues Leitbild für das Profil der Feuerwehr erstellt. Zufrieden zeigte sich Ashoff mit Blick auf den Rettungsdienstbedarfsplan und den „bewährten“ Ausrückzeiten. Zudem informierte er über die Einführung neuer EKG-Technik, Video-Intubation und Trauma-Taschen im Rettungsdienst. Wichtig sei, die Feuerwehr-Gerätehäuser in Niederaden, Horstmar, Beckinghausen und Nordlünen/Alstedde fit für die Zukunft zu machen, betonte Ashoff.

Tolle Nachwuchsarbeit gelobt

Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns dankte der Feuerwehr für ihr Engagement, die „tolle“ Nachwuchsarbeit und die „großartige“ Kooperation unter den Löschzügen. Zum Thema Neubau von Gerätehäusern erklärte der Bürgermeister, dass in den letzten drei Jahren sechs Mio. Euro in die Feuerwehr investiert worden seien. Angesichts der angespannten Finanzlage warb er um Verständnis und Geduld, dass einige Millionen Euro für den Neubau von Gerätehäusern nicht leicht zu finanzieren seien. Im Dialog zwischen Verwaltung und Feuerwehr sollten langfristige Pläne aufgestellt werden, um die Wachen zukunftsfähig zu machen, schlug Jürgen Kleine-Frauns vor. Er unterstrich: „Es ist wichtig, dass Sie die beste Ausstattung erhalten.“

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