Wunschbaum-Aktion: Aus 250 Sternen sind besondere Geschenke geworden

dzCaritas-Verband

250 Sterne hingen am Wunschbaum der Caritas im Spielwarengeschäft Blomenkemper. Sie alle haben sich in Geschenke verwandelt. Teilweise haben sogar Stammtische gleich mehrere Wünsche erfüllt.

Lünen

, 17.12.2019, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor drei Jahren klingelte es am 3. Januar in der Geschäftsstelle des Caritas-Verbandes Lünen-Selm-Werne Sturm. „Eine Frau hatte zwei Sterne vom Wunschbaum genommen, war dann aber krank geworden und hatte sie nicht mehr rechtzeitig einlösen können“, erinnert sich Bereichsleiterin Margret Banken-Konrad.

Nun sei es der Dame ein besonderes Anliegen gewesen, dass die Geschenke trotzdem noch den Weg zu den Kindern finden, die auf den Sternen ihre Wünsche notiert hatten. „Das hatte sie das ganze Weihnachtsfest über beschäftigt.“ Für Margret Banken-Konrad ist diese Geschichte ein Beleg dafür, wie sich die Wunschbaum-Aktion in Lünen entwickelt hat - und welche Rolle sie im Bewusstsein der Bevölkerung einnimmt.

Kunden mussten unverrichteter Dinge wieder abziehen

Gestartet war die Wunschbaum-Aktion im Jahr 2013, allerdings nicht als Idee des Caritas-Verbandes, sondern auf Initiative des Modemarktes Adler. Der suchte in Lünen einen Partner, den er in der Caritas fand. Im ersten Jahr sollten 50 Kinderwünsche erfüllt werden, am Ende waren es 70. Ein Jahr später hingen bereits 160 Sterne am Wunschbaum.

„Als Adler das Projekt nicht mehr weiter führen konnte, haben wir uns entschlossen, weiterzumachen und einen neuen Partner zu suchen“, so Margret Banken-Konrad. Dieser Partner ist seitdem das Spielwarengeschäft Blomenkemper an der Münsterstraße, wo in diesem Jahr sogar Kunden unverrichteter Dinge wieder abziehen mussten - denn die 250 Sterne waren schnell vergriffen.

Das ist allerdings auch nicht verwunderlich, denn: „Mittlerweile kommen ganze Gruppen oder sogar Stammtische, die gleich mehrere Wünsche auf einmal erfüllen.“ So habe allein die KAB Horstmar zehn Sterne bezahlt. „Wir sind den Lüner Bürgerinnen und Bürgern sehr dankbar, denn nur dank ihrer Hilfe können wir die Aktion durchführen“, sagt die Bereichsleiterin.

Spielzeug dominiert

Die Geschenke wurden am Dienstag (17.12.) von Mitarbeiterinnen der Caritas bei Blomenkemper abgeholt. „Die Geschenke selbst müssen nicht zwingend was mit dem Geschäft zu tun haben“, betont Margret Banken-Konrad. Zwar sei Spielzeug eindeutig dominierend, doch es gebe auch andere Wünsche wie Kleidung oder Windeln. „Die Menschen, die einen Wunsch erfüllt haben, bringen das fertige Geschenk dann zu Blomenkemper.“

Von dort geht es nun weiter in die Schulen. „Um die Anonymität zu gewährleisten, erhalten die Eltern die Geschenke dort, ohne dass jemand anderes das mitbekommt.“ Der Caritasverband kenne natürlich die betroffenen Familien. „Wir haben Indikatoren, die uns ganz klar zeigen, welche Kinder für die Aktion in Frage kommen.“

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