Wucher: Polizei warnt vor dubiosen Kammerjägern

Die Polizei warnt vor Wucherforderungen dubioser Kammerjäger. Anlass ist ein Fall in Düsseldorf, wo zwei Frauen für die Entfernung eines Wespennestes mehr als 4000 Euro bezahlen mussten, wie die Polizei am Freitag berichtete. Die Firma zur raschen Lösung ihres Wespenproblems hatten die 29 und 31 Jahre alten Frauen aus dem Internet. Für eine Stunde Arbeit verlangten die beiden Kammerjäger die happige Rechnung.

29.07.2019, 12:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wucher: Polizei warnt vor dubiosen Kammerjägern

Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife. Foto: Lino Mirgeler/Archivbild

Trotz Überweisung eines Teilbetrags mussten die Frauen mit den beiden Kammerjägern noch zu verschiedenen Geldautomaten, um den Restbetrag zusammen zu bekommen. Einen Tag später erstatteten sie dann Anzeige.

Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts des Wuchers. Sie empfahl, auf regionale Anbieter mit möglichst kurzem Anfahrtsweg zurückzugreifen. Seriöse Firmen nennen Anfahrtskosten und Stundensätze. Mann sollte zumindest einen mündlichen Kostenvoranschlag verlangen und nichts ungelesen unterschreiben.

„Setzt sie ein Mitarbeiter unter Druck, den Rechnungsbetrag sofort oder in bar zu zahlen, rufen sie die Polizei“, riet ein Polizeisprecher.

Vor wenigen Tagen hatte bereits die Verbraucherzentrale NRW Alarm geschlagen und vor unseriösen Schädlingsbekämpfern gewarnt. Um Wespennester zu entfernen, seien Preise zwischen 80 und 150 Euro inklusive Anfahrt üblich. Die Verbraucherzentrale empfahl, Festpreise zu vereinbaren. Sie warnte vor 0800-Nummern oder Handynummern.

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