Wohnprojekt „Gemeinsam Wohnen an den Linden“ wächst zusammen

Wohnen in Werne

Das Mehrgenerationenprojekt „Gemeinsam Wohnen an den Linden“ soll junge und alte Generationen vereinen. Um diesem Ziel ein Stück näher zu kommen, fand am Samstag ein Seminartag statt.

von Madita Schmitte

Werne

, 14.10.2018, 17:01 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wohnprojekt „Gemeinsam Wohnen an den Linden“ wächst zusammen

© Madita Schmitte

In den Räumlichkeiten des Evangelischen Gemeindezentrums Martin-Luther fanden sich einige der zukünftigen Bewohner „an den Linden“ zusammen, um gemeinsam zu planen und wichtige Aufgaben zu verteilen. „Aktuell ist das Projekt schon weit fortgeschritten“, erklärte Andreas Drohmann, Verantwortlicher für die Wohnprojektgruppe „Gemeinsam Wohnen an den Linden“. Der Architekt warte auf die Entwurfsplanung, die noch im Detail geplant werden muss. „Dafür haben wir heute erste Vorbereitungen getroffen“, so Drohmann.

Geleitet wurde der Seminartag von Prof. Dr. Susanne Maaß-Sagolla mit einem Zeitstrahl, der vor allem den neueren Teilnehmern, die noch nicht so lange dabei sind, die Chance gab, den bisherigen Planungsverlauf nachzuvollziehen und die Vergangenheit Revue passieren zu lassen. Die „älteren Hasen“, so Drohmann, konnten die wichtigsten Meilensteine mit ihren zukünftigen Nachbarn teilen. Ein Ideenbuch gab allen Teilnehmern die Möglichkeit, ihre Wünsche und Gedanken an das Projekt zu „brainstormen“ und festzuhalten.

Alle packen mit an

Ebenfalls wurde eine Adressverwaltung für neue Interessenten festgelegt, die für Kontaktvermittlung und Informationen sorgt. Die Arbeitsgruppe „Bekanntmachung“ veranstaltet für Interessenten der „U50“- Generation noch einen Informationsabend in der Kita, der nach den Herbstferien stattfinden soll, um auch Jüngere für das Projekt zu interessieren. „Die Aufgabenverteilung dient hauptsächlich der Entlastung unseres Vorsitzenden Andreas Drohmann“, sagte Werner Giese, zukünftiger Bewohner „an den Linden“. „Damit eine Gemeinschaft wachsen und gedeihen kann, finde ich es notwendig, dass sich alle beteiligen – und das von Anfang an.“

Resonanz erreicht das Mehrgenerationenprojekt nicht nur in Werne. Ein Paar aus Wilhelmshaven gehört auch zu den neuen Bewohnern und ist extra zum Seminartag angereist: „Es ist super, dass wir uns alle mit einbringenden können, so bilden wir von Beginn an eine Gemeinschaft.“

Berührender Zeitstrahl

Wilfried Husmann sieht vor allem in der Stärkung des Gemeinschaftsgefühls und dem Mitwirken als Planungsgesellschaft den Zweck des Seminars erfüllt. Zudem ist er seit dem ersten Moment von der professionellen Aufstellung des Projektes überzeugt.

Christine Honé, ebenfalls zukünftig Anwohnerin, zieht den Schluss, einen erfolgreichen Tag absolviert zu haben. „Wir haben uns zum einen noch besser kennengelernt und zum anderen die Aufgabenverteilung hervorragend gemeistert“, so Honé. „Ein wenig berührt hat mich der Zeitstrahl. Jeder hat seine persönlichen Erfahrungen preisgegeben und es musste niemandem unangenehm sein, persönlicher zu werden.“

Zum Gemeinschaftsgefühl betonte Husmann: „Es scheint, als würden wir uns schon ewig kennen – dabei sind wir beinahe Fremde und alle unterschiedlich lange dabei.“

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