Ein-Euro-Grundstück am Zechenbusch in Selm ist reif für die neue Bebauung

dzWohnen in Selm

Das Abbruchunternehmen hat ganze Arbeit geleistet. Wo die ehemalige Pestalozzischule und die Sporthalle standen, klafft jetzt eine Lichtung im Zechenbusch, aber nur übergangsweise.

Selm

, 16.11.2019, 10:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die böse Überraschung für den Bauherrn ist ausgeblieben. Die Böden auf dem Grundstück der ehemaligen Pestalozzischule am Pädagogenweg seien frei von Altlasten, schreibt Alexander Benthaus. Er hatte von der Stadt Selm für nur einen Euro die 7000 Quadratmeter Fläche gekauft, um dort eine Kita und drei Mehrfamilienhäuser zu errichten: ein Schnäppchen, aber auch ein Risiko.

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Benthaus, der in Lünen ein Architekturbüro betreibt und zudem als Bauträger auftritt, konnte nicht wissen, was ihn erwartet. Der Kreis Unna hatte das Gelände am Zechenbusch als Altlastenverdachtsfläche tituliert und damit eine besondere Kontrolle gefordert: 80 Prozent der Fläche sei aber inzwischen freigegeben.

Grundstück ist eine Altlastenverdachtsfläche wegen des Bergbaus

Die Vorsicht hat einen Grund: die Bergbauvergangenheit Selms. Fest steht, dass der Bergbau das Gelände vor mehr als 100 Jahren genutzt hatte - wie ist aber unbekannt. Im schlimmsten Fall hätte die Benthaus GmbH belastete Erde aufwendig entsorgen und einen Bodenaustausch vornehmen müssen.

Die Stadt Selm hatte da Vorsorge getroffen - im Kaufvertrag. Sie hat das bebaute Grundstück veräußert. Abbruch und Entsorgung musste der Käufer übernehmen. Auf 1,3 Millionen Euro hatte die Verwaltung im April diese Kosten für die Baureifmachung geschätzt. Vor dem Hintergrund sei der Kaufpreis von einem Euro dann doch kein Spottpreis, hieß es damals.

Kita soll zum nächsten Kindergartenjahr öffnen

Jetzt, Mitte November, ist das Grundstück freigeräumt. Der Startschuss für die Bauarbeiten muss aber noch auf sich warten lassen. Für die eingeschossige Kita, die das DRK betreiben wird, seien die Bodenflächen bereits vorbereitet, so Benthaus. Sie soll etwa dort entstehen, wo die Sporthalle stand. Die Stadt drückt beim Bau aufs Gas.

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Die neue Einrichtung soll, so der Wunsch, zum neuen Kindergartenjahr am 1. August fertig sein. Allerdings verzögere sich der Baustart, schreibt der Investor, aus Gründen, die er nicht beeinflussen kann. Die Komplexität der Förderung und die öffentlichen Ausschreibungen bremsen das Tempo.

Baubeginn für die Wohnhäuser im Sommer

Bei den Mehrfamilienhäusern im Bereich der ehemaligen Förderschule, in der zuletzt das Jugendzentrum Sunshine untergebracht war, ist der Zeitplan etwas entspannter. Baubeginn soll im Sommer 2020 sein.

Wie die drei Häuser mit rund 20 Wohnungen aussehen könnten, werden im Januar die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses erfahren. Der genaue Termin steht noch nicht fest.

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Der Abriss der ehemaligen Selmer Förderschule ist im Gange. Architekt Wolf-Eberhard Benthaus erklärt, wie der aktuelle Stand ist und warum dort manchmal Bauschutt einige Tage lang rumliegt. Von Pascal Albert

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