Wölfin lässt sich in NRW nieder: Wolfsgebiet ausgewiesen

Nordrhein-Westfalen hat seit Montag das erste offiziell ausgewiesene „Wolfsgebiet“. Genetische Befunde und Beobachtungen deuteten darauf hin, dass eine Wölfin im Kreis Wesel heimisch geworden sei, sagte Landesnaturschutzministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) in Düsseldorf.

01.10.2018, 13:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wölfin lässt sich in NRW nieder: Wolfsgebiet ausgewiesen

Ein Wolf. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/Archiv

Obwohl das halbe Jahr noch nicht um sei, nach dem formal von einem sogenannten standorttreuen Wolf gesprochen werden könne, habe sie sich zur Ausweisung des Gebietes entschlossen, sagte Heinen-Esser. Wird ein Gebiet als Wolfsregion anerkannt, können Schutzmaßnahmen für Nutztiere gefördert werden. Schaf- und Rinderzüchter sowie der Bauernverband im Rheinland hatten sich im Vorfeld bereits besorgt über die Rückkehr des Wolfes gezeigt und Unterstützung eingefordert.

Das Wolfsgebiet umfasst rund 958 Quadratkilometer der Kreise Kleve, Wesel, Borken und Recklinghausen sowie die Städte Bottrop und Oberhausen. Dort können ab sofort Schutzmaßnahmen für Schafe und Ziegen zu bis zu 80 Prozent der Kosten gefördert werden. Entschädigungen für Tierrisse durch Wölfe würden weiterhin zu 100 Prozent gezahlt, erklärte die Ministerin.

2009 gab es den ersten Nachweis eines einzelnen durchziehenden Wolfes in NRW, nachdem die Art hier 180 Jahre lang als ausgestorben galt. Heute genieße der Wolf laut Bundesnaturschutzgesetz allerhöchsten Schutz, betonte Heinen-Esser. „Der Wolf darf nicht bejagt werden und es gibt keinerlei Bestrebungen auf Bundesebene, ihn ins Jagdrecht aufzunehmen.“

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