Unser jüngster Autor fühlt sich zu uncool für Berlin. Was fasziniert den Deutschen an Cent-Münzen? Und wie kommt man von Schwerte plötzlich ins Weltall? Wir haben viel erlebt in der Woche.

Schwerte

, 02.02.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Jeder Tag ist neu. Jeder Tag bringt eine neue Erkenntnis – auch für die Mitarbeiter in unserer Redaktion. An dieser Stelle präsentieren wir Ihnen unsere persönlichen Erkenntnisse der vergangenen Woche. Subjektiv, so wie die Journalisten es bei ihrer Arbeit nicht tun. Doch Vieles von dem, was wir recherchieren, bewegt uns genauso wie Sie – dienstliches und privates Engagement.

Felix Mühlbauer: Zwischen Craftbeer und Bowls

Wochenrückblick: Zu uncool für Berlin, dafür unterwegs im Weltraum mit Reptilien

© pa/obs Bookatable GmbH & Co.KG

Auch wenn es untypisch für jemanden in meinem Alter ist, muss ich zugeben, dass ich kein großer Berlin-Fan bin. Ich glaube das liegt wohl an meiner Sozialisation im Ruhrpott. Als ich vor zwei Wochen einen Kurztrip in die Hauptstadt gemacht habe, fühlte ich mich jedenfalls nicht cool genug für den beliebten Berliner „Lifestyle“. Statt Craftbeer trinke ich halt lieber ein normales Pils und statt einem „Flat White“ lieber einen normalen schwarzen Kaffee. Dazu wird Essen überall in sogenannten „Bowls“ angeboten. Der Unterschied zu normalen Gerichten ist, dass man sie in Schalen anrichtet. Mir reicht ein normaler Teller eigentlich aus.

Aileen Kierstein: Weiter als jeder Astronaut

Wochenrückblick: Zu uncool für Berlin, dafür unterwegs im Weltraum mit Reptilien

© pa/obs/ARTE/BBC/Darkside Animati

Waren Sie schon einmal im Weltall unterwegs? Ich schon, in der vergangenen Woche erst. Gestartet bin ich mitten im Nichts des Sonnensystems, mit Blick auf unsere wunderschöne Erde. Reiste weiter zu Merkur und Venus, suchte nach Leben auf dem Mars und lernte die Namen einiger Mondkrater. Zum Schluss machte ich dann eine kurze Pause im Inneren der Internationalen Raumstation ISS. Ja, was es dort zu entdecken gab... Sogar ein kurzer Abstecher zum Pluto passte noch in meinen Zeitplan. Glauben Sie mir nicht? Sie können das auch. Öffnen Sie am Computer in Ihrem Browser mal Google Maps, zoomen Sie ganz weit raus und stellen dann auf die Satelliten-Ansicht um. Noch ein kleines Stück zoomen. Fertig. Gern geschehen.

Björn Althoff: Echs-perten und gefährliche Theorien

Wochenrückblick: Zu uncool für Berlin, dafür unterwegs im Weltraum mit Reptilien

© Michael Dorenkamp

Es fing an mit einem schlechten Witz. Wer diese Geschichte über den Fund einer Echse rechechieren sollte, fragen wir uns gegenseitig in der Redaktion. Bis wir darauf kamen, das könne natürlich nur ein „Echs-perte“ richtig gut erledigen. Wir fanden ihn gut, den Witz. Eine kurze Gegenrecherche im Internet zeigte allerdings, dass wir mitnichten Urheber dieses schönen Wortspiels waren – weit gefehlt! Man kann problemlos T-Shirts bestellen mit Echsenrelief und dem Aufdruck „Echsperte“. Sogar ein „Echstrablatt“ gibt es schon im Netz. Das übrigens ist eine Seite voller Verschwörungstheorien. Schon mal von Reptiloiden gehört? Das sind Wesen, die die Gestalt eines Menschen haben, aber in Wahrheit Echsen sind. Also: sein sollen. Merkel, Trump, der Papst, die Grünen, von der Leyen, selbst Domian – natürlich alle nicht echt, versteht sich. Beziehungsweise: versteht der Urheber dieser Seite. Sie ahnen schon: Die Echsen sind überall. Allerdings: Je genauer man auf die Seite guckt, merkt man, das ist nicht mehr lustig. Eher gefährlich.

Felix Bucker: Darts – auf dem Weg zur Masse?

Wochenrückblick: Zu uncool für Berlin, dafür unterwegs im Weltraum mit Reptilien

© Felix Bucker

Jahrelang war ich im Fußball aktiv. Als Spieler und jetzt als Schiedsrichter. Nun habe ich vergangenen Sommer die Randsportart Darts entdeckt. Natürlich hängt Darts dem medialen und gesellschaftlichen Interesse im Vergleich zu Fußball meilenweit hinterher. So veranstalteten wir beim DC Schwerte ein Dartturnier, um vielleicht ein paar neue Leute vom Sport zu begeistern. Anfangs hatte ich die Befürchtung, dass sich gar überhaupt niemand für unser Turnier interessiert. Doch zum Glück passierte das nicht. Über 50 Leute meldeten sich an, aus Platzgründen konnten wir nur 32 zusagen. Das hatte ich so nicht erwartet und es war sehr schön zu sehen, dass so viele Leute mit Feuereifer und viel Spaß am Turnier teilnahmen.

Dennis Görlich: Des Deutschen heiliges Zahlungsmittel

Wochenrückblick: Zu uncool für Berlin, dafür unterwegs im Weltraum mit Reptilien

© picture alliance/dpa

Die EU will die kleinen Cent-Münzen abschaffen – hieß es zuerst. Nach Kritik von verschiedenen Stellen rudert man nun etwas zurück und will erstmal nur prüfen, welche Auswirkungen eine Abschaffung hätte. Nach der Aussage eines Bundesbank-Vorstandsmitglieds war mir klar, dass wir die Mini-Münzen niemals aufgeben, denn: „solange der Einzelhandel Preise macht, die zum Beispiel auf 99 oder 98 Cent enden, sollte man das Kleinstgeld behalten.“ Der Argumentation folgend sind prekäre Arbeitsverhältnisse auch so lange in Ordnung, bis die Unternehmen etwas anderes entscheiden. Ich dachte fälschlicherweise, das sei Aufgabe der Politik.

Reinhard Schmitz: Alte Weisheit ist überholt

Wochenrückblick: Zu uncool für Berlin, dafür unterwegs im Weltraum mit Reptilien

© Reinhard Schmitz

Das ist doch so, als wenn in China ein Sack Reis umfällt. Mit diesem Totschlags-Vergleich ließ sich gerne die völlige Bedeutungslosigkeit einer Nachricht bildgewaltig kennzeichnen. Jetzt macht der Satz deutlich, wie sehr sich die Zeiten geändert haben, wie klein doch die Welt geworden ist. Wieviele Reissäcke in der chinesischen Provinz umfallen, das wissen zwar wir immer noch nicht. Aber die neuartige Viruskrankheit, die dort ausgebrochen ist, droht uns in Windeseile zu erreichen. Im Marienkrankenhaus bereitet man sich schon darauf vor, infizierte Patienten aufnehmen zu müssen. Die Mitarbeiter wissen genau, was zu tun ist.

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