Klugscheißer-Wissen zum Tannenbaum, der Zoff um den Wochenmarkt, ein Gipsarm zum Weihnachtsfest: Diese Themen haben die Mitarbeiter der Lokalredaktion in Schwerte in dieser Woche bewegt.

Schwerte

, 23.12.2018, 17:16 Uhr / Lesedauer: 3 min

Jeder Tag ist neu. Jeder Tag bringt eine neue Erkenntnis – auch für die Mitarbeiter in unserer Redaktion. An dieser Stelle präsentieren wir Ihnen unsere persönlichen Erkenntnisse der vergangenen Woche. Subjektiv, so wie die Journalisten es bei ihrer Arbeit nicht tun. Doch Vieles von dem, was wir recherchieren, bewegt uns genauso wie Sie – dienstliches und privates Engagement. Lesen Sie hier, was uns diese Woche aufgefallen ist:

Wochenmarkt-Zoff, Klugscheißer-Wissen und Gipsarm: Der Wochenrückblick der Lokalredaktion

© Bernd Paulitschke

Björn Althoff: Die Kerben und der Klugscheißer

Ihnen kann ich‘s ja verraten, Sie behalten es ja sicher für sich: Ich bin gerne Klugscheißer. Wenn ich überflüssiges Fachwissen beisteuern kann, bis die anderen die Augen verdrehen, macht mir das Spaß. Denn ich weiß: Erstens haben die anderen zugehört und sind emotional bewegt – wenn auch nur durch Ablehnung. Aber, zweitens, genau deswegen merken sie sich das Wissen auch leichter. Und können es vielleicht irgendwann irgendwo wieder hervorkramen. Beispiel Tannenbaum: Hab ich doch von Ergster Waldbauern vor einigen Tagen gelernt, dass man oben in den Stamm Kerben ritzt, damit der Saft nicht so gut in die Spitze fließt und den Baum in die Höhe schießen lässt. Denn das gute Stück soll weiter unten buschiger wachsen, damit der Weihnachtsbaum nach Weihnachtsbaum aussieht und nicht so „krüppelig“, wie es ein Waldbauer formulierte. Das habe ich natürlich meinen Kindern ausgiebig erzählt beim Baumkaufen. Und als sie dann die Augen verdrehten, wurde mir warm ums Herz und ich wusste: Bildungsauftrag erledigt.

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© Reinhard Schmitz


Petra Berkenbusch: Ein schwieriger Fall - Der Markt

Der Schwerter Wochenmarkt gibt doch immer wieder Anlass für Schlagzeilen. Nachdem widerstreitende Betreibergesellschaften die Neuausschreibung des Marktes erzwungen haben, macht genau dieses Verfahren jetzt Probleme. Und wieder sind eine Menge Emotionen im Spiel. Und wieder gibt es (zu) wenig Kompromiss-Bereitschaft. Die Gastronomen wollen draußen auch an Markttagen mehr Platz haben, die Markthändler auf keinen Fall auf den kleinen Markt. Und die Politik hat erst die umstrittene Ausschreibung auf den Weg gebracht und regt nun Gespräche an. Irgendwie tut Schwerte sich schwer mit seinem beliebten Markt.

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© Reinhard Schmitz

Reinhard Schmitz: Eine kleine Auszeit

Wie gut tut eine kleine Auszeit. Das bestätigte sich am vergangenen Wochenende bei einem Kurztrip in die Sächsische Schweiz. Stundenlang durch die Wunderwelt der verschneiten Berge wandern und keiner Menschenseele begegnen – das macht den Kopf richtig frei. Nicht weniger zauberhaft präsentierte sich unten das Elbtal im Weihnachtsglanz. Leuchtende Schwibbögen in fast jedem Fenster und auf den Plätzen selbst der kleinsten Örtchen drehten sich Weihnachtspyramiden. Als Einstimmung an den zum Abschluss geplanten Besuch auf dem Striezelmarkt in Dresden. Sächsische Schweiz, ich komme wieder! Dann in der Ostersonne.

Wochenmarkt-Zoff, Klugscheißer-Wissen und Gipsarm: Der Wochenrückblick der Lokalredaktion

© Jessica Will

Heiko Mühlbauer: Schöne Bescherung

Was wollte ich doch alles aufschreiben, was diese Woche so passiert ist. Bis mir Freitagmorgen der Gymnastikball beim Frühsport unter dem Rücken weggerutscht ist. Es war nur ein kleiner Stoß, nicht großes. Der Schmerz war schnell verflogen. Leider nicht die hühnerei-große Beule am Ellenbogen, die mir erstmals am Nachmittag auffiel. Ein Besuch in der Notaufnahme des Krankenhauses bestätigte den Verdacht vom Kollegen Dötsch. Der wusste aus seiner Zeit als aktiver Handballer, das kann nur der Schleimbeutel sein. Die Folge: ein veritabler Gips für den gesamten Arm. Wie lange? Das entscheidet der Arzt Anfang der Woche. Frohe Weihnachten.

Wochenmarkt-Zoff, Klugscheißer-Wissen und Gipsarm: Der Wochenrückblick der Lokalredaktion

© Bernd Paulitschke

Michael Dötsch: Felix - mehr als nur ein Vorname

Felix – das ist ein ganz normaler Vorname. Für Zoe Jakob ist Felix aber nun mehr als das. Denn die 18-jährige Schwerterin, im Kanuslalom wie im Stabhochsprung eine richtig große Nummer, hat für ihre außergewöhnliche Vielseitigkeit bei der NRW-Sportlerehrung den ersten Preis in der Kategorie „Newcomer des Jahres“ gewonnen. Und wie heißt die Trophäe, die sie da gewonnen hat? Richtig, es ist der „Felix Award“. Die Alleswisser von Wikipedia verraten uns, dass Felix aus dem Lateinischen kommt. Übersetzt bedeutet es „vom Glück begünstigt“ – wie passend zu Zoe Jakobs Gefühlen bei der Preisverleihung in der Dortmunder Westfalenhalle.

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© picture alliance/dpa

Karin König: Ein anderer Blickwinkel

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst ist nach 197 Tagen an Bord der Internationalen Raumstation ISS am Mittwoch in der Steppe von Kasachstan gelandet. Kurz vor seiner Rückkehr hat er sich in einer Videobotschaft an seine zukünftigen Enkelkinder gerichtet. Darin entschuldigte er sich dafür, dass seine Generation die Erde vermutlich nicht im besten Zustand an ihre Nachkommen weitergeben wird und rief zu mehr Bewusstsein für unseren Umgang mit dem Planeten auf. Diese neue Perspektive auf das Thema Umweltschutz hat mich bewegt. Deshalb nehme ich mir vor, 2019 mehr auf mein eigenes Handeln und seine Auswirkungen zu achten.

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© dpa

Jessica Will: Barrierefreies Weihnachten

Für den Heiligen Abend gab es in meiner Familie einen klaren, unabänderlichen Plan: Wer trifft sich wann und wo? Jahr für Jahr identisch. Änderungswünsche wurden meist ablehnend diskutiert. Dieses Jahr musste der Plan aber geändert werden – und es zeigt sich: Kommt es hart auf hart, fällt es eigentlich ganz leicht, Weihnachtstraditionen zu ändern. Es ist das erste Weihnachten, das wir gemeinsam feiern, nachdem meine Schwiegermutter einen schweren Schlaganfall hatte. Wir sind dankbar, dass sie überhaupt noch mit uns feiern kann. Da sind die Fragen wer, wann, wo wirklich zweitrangig. Hauptsache ist: Wir feiern barrierefrei – und zusammen.

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