Ein Monat ist nach dem Saison-Abpfiff vergangen, da bereitet sich der Holzwickeder SC schon wieder auf die neue Oberliga-Saison vor - mit neuen Gesichtern, aber einem bewährten Konzept.

von Werner Hahn

Holzwickede

, 25.06.2019 / Lesedauer: 4 min

Grund genug für die Sportredaktion, mit Udo Speer, Vorsitzender des Holzwickeder SC, einen Rückblick in die vergangenen Saison und eine Vorausschau in die nahe Zukunft des heimischen Oberligisten zu werfen.

? Herr Speer, der Holzwickeder SC hat nach dem Aufstieg in die Oberliga in der abgelaufenen Spielzeit in der Abschlusstabelle einen guten elften Platz belegt. Sind Sie mit der Ausbeute zufrieden?

Sehr zufrieden sogar. Wir haben in der gesamten Saison nicht einmal auf einem Abstiegsplatz gestanden und waren auch in den verlorenen Spielen nie ganz klar unterlegen. Zudem hatten wir auch in diesen Spielen, wenn ich an die erste Halbzeit in Schalke denke, unsere Möglichkeiten.

? Davon einmal abgesehen, dass der HSC sich sportlich gut in der Oberliga etabliert hat. Wie bewerten Sie die Situation in dieser Klasse, sind Sie vor allem mit der Zuschauer-Resonanz zufrieden?

Diese Frage kann ich ganz klar mit einem Ja beantworten. Man darf dabei nicht vergessen, dass Holzwickede rund 18.000 Einwohner zählt. Da habe ich bei Auswärtsspielen unserer Elf in wesentlich größeren Städten oft eine geringere Resonanz der Heim-Fans festgestellt. Wir jedenfalls brauchen uns diesbezüglich ganz sicher nicht zu verstecken, auch nicht was die Infrastruktur an sich betrifft.

? Für einen Aufsteiger, das hat die Erfahrung gezeigt, ist die zweite Saison nach einem Aufstieg zumeist die Schwerste. Wie sehen Sie die Chance, dass ihr Club auch diese Herausforderung meistert?

Da bin ich sehr optimistisch, auch wenn es sicher wieder ganz schwer werden wird. Das liegt meiner Meinung nach in erster Linie an der Ausgeglichenheit in der Oberliga. Was sich bereits in der abgelaufenen Spielzeit, vor allem im Abstiegskampf zeigte, dürfte auch in der kommenden Saison aus meiner Sicht nicht viel anders werden. Wir wollen mit dem Abstieg schon früh nichts zu tun haben, um uns ein Saisonfinale wie zuletzt zu ersparen.

Zu- und Abgänge Zugänge: Emanuel-Lusakueno Dialundama (TuS Ennepetal), Niklas Nölle (Hammer SpVg), Muhammed und Kerin Acil (beide vom FC Brünninghausen), Christian Wazian und Rene Richter (beide Kirchhörder SC), Jona Deifuß (RW Ahlen, A-Junioren), Lars Stellflug (BW Huckarde), Damian Ilic, Ersan Özcan und Jonas Janetzki (alle SV Lippstadt, A-Junioren) Abgänge: Ersan Kusakci (TuS Bövinghausen), Dominik Hanemann (SV Schermbeck), Kevin Beinsen (pausiert), Edgar Krieger (TuS Hiltrup), Karim Bouasker (Kirchhörder SC), Phil Rosenkranz (Lüner SV), David Seidel und Patrick Sacher (beide SV Brackel), Luka Mertens und David Vaitkevicius (beide FC Iserlohn), Miki Orachev (zurück nach Bulgarien), Tom Kaluza (pausiert wegen seines Studiums) Kaniwar Uzun und Tobias Wittchen (beide Ziel unbekannt)

? Der Holzwickeder SC hat nach Abschluss der vergangenen Spielzeit 14 Akteure verloren. Können die Neuzugänge aus Ihrer Sicht diese personelle Fluktuation kompensieren? Befürchten Sie nicht eine Schwächung Ihres Oberliga-Teams?

Wir haben auf der anderen Seite elf Neuzugänge zu vermelden, werden damit eine Personaldecke von 24 Spieler haben. Für uns wird es in erster Linie wichtig sein, dass wir von so vielen personellen Rückschlägen verschont bleiben, wie das in der vergangenen Spielzeit der Fall war. Ich denke dabei nicht nur an die Ausfälle von Marcel Duwe, Nils Hoppe, Kevin Beinsen oder Joshua Heinrichs, die uns zum Teil länger nicht zur Verfügung standen.

? Wie überall im Leben ist alles verbesserungswürdig. Stillstand ist bekanntlich Rückschritt. Wo sehen Sie Schwächen im Bereich des Oberliga-Teams des Holzwickeder SC und wie wollen Sie diese abstellen?

Wir setzen auch in der kommenden Saison wieder auf junge Kräfte, sind damit bisher eigentlich auch immer gut gefahren. Man darf dabei nicht vergessen, dass Leute wie ein Nico Berghorst, Sebastian Hahne oder Moritz Müller ein Jahr älter geworden sind. Die haben damit schon ein Jahr Erfahrung in der Oberliga gesammelt, was ihnen und dem HSC in der Zukunft zu Gute kommen sollte. Natürlich stände uns noch der eine oder andere erfahrene Akteur gut zu Gesicht, vor allem dann, wenn es in einem Spiel einmal brenzlig wird. Da muss dann aber auch alles passen.

? Sehen Sie die Oberliga in der kommenden Saison stärker als bislang an. Immerhin kommen mit den SC Wiedenbrück und dem 1. FC Kaan-Marienborn zwei dicke Brocken aus der Regionalliga zurück?

Wie bereits erwähnt, war die abgelaufene Spielzeit sehr ausgeglichen, wenn man einmal von der U 23 von Schalke 04 absieht. An dieser Situation dürfte sich aus meiner Sicht auch in der kommenden Saison nicht sehr viel ändern, auch wenn mit dem erwähnten SC Wiedenbrück und dem 1. FC Kaan-Marienborn zwei Absteiger aus der Fußball-Regionalliga in unsere Liga stoßen, die sicherlich den sofortigen Wiederaufstieg anstreben. Für uns bleibt die Situation unverändert.

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