Winterreifen haben noch längst nicht alle Werner Autofahrer

Reifenwechsel

Von O bis O – sprich von Ostern bis Oktober: Das ist die grobe Zeiteinteilung für den Reifenwechsel. Längst haben noch nicht alle Werner ihre Sommerreifen gewechselt. Das hat einen Grund.

Werne

, 27.10.2018, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Winterreifen haben noch längst nicht alle Werner Autofahrer

Noch längst nicht alle Werner haben ihr Fahrzeug auf Winterreifen umgerüstet. © Marcus Brandt (dpa)

Mit dem Herbst kommt auch der Reifenwechsel: Eine pauschale und einfache Faustregel lautet, die Sommerreifen von O bis O – also von Ostern bis Oktober – zu fahren. Allerdings ist dabei schon zu beachten, dass Ostern auch schon Ende März gefeiert wurde – Schneefall ist da noch möglich.

„Sie kommen spätestens, wenn es nass wird“

Die meisten Werner orientieren sich wohl auch am aktuellen Wetter, wenn es um den Reifenwechsel geht. So gibt es etwa bei BMW Schmidt in Werne noch einige eingelagerte Winterreifen. Alle Stammkunden, die in der Regel bereits ab September auf den Wechsel hingewiesen werden, waren noch längst nicht in der Werkstatt. Einige würden erst Mitte oder Ende November ihre Reifen tauschen. „Sie kommen spätestens, wenn es nass wird“, erklärt Serviceberater Christian Wilke.

Und das ist auch richtig so. Denn Winterreifen haben deutlich mehr Grip auf nasser Fahrbahn. Aber auch Ganzjahresreifen seien geeignet, „für diejenigen, die nicht in Ski-Regionen unterwegs sind“, so Wilke. Er rät zum rechtzeitigen Wechsel der Sommerreifen. „Es ist wie in jedem Jahr. Viele machen es, wenn noch genügend Zeit ist. Andere wiederum machen es auf den letzten Drücker“, sagt Wilke. Dann müsse man aber auch länger auf einen Termin warten.

Mehr Autos mit Ganzjahresreifen

Mit einer Vorlaufzeit von eineinhalb Wochen müssen Kunden auch beim Reifenhaus Caspar Wrede rechnen. „Wir sind jetzt in der Hochsaison. Eigentlich ist sonst immer Anfang Oktober richtig viel los. Aber wegen des guten Wetters lassen sich die Kunden in diesem Jahr wohl mehr Zeit“, sagt Auszubildender Jens Volle. Er rät, sich frühzeitig um den Wechsel zu kümmern.

Etwa ein Drittel der Bestandskunden wurden bereits mit Winterreifen ausgestattet. Deutlich mehr Kunden greifen laut Volle aber auch auf Ganzjahresreifen zurück. „Wenn man wenig fährt, dann sind diese Reifen ausreichend. Es kommt weniger auf die Wetterverhältnisse, sondern auf die Fahrleistung an“, sagt Volle. Wer jährlich auf 10.000 bis 15.000 Kilometern kommt, sollte demnach eher auf Sommer- und Winterreifen setzen.

Längere Wartezeiten inklusive

Auch im Autohaus Rüschenkamp in Werne werden in diesen Tagen viele Termine für Reifenwechsel vereinbart. Etwa ein Drittel der Stammkunden war deshalb schon in der Werkstatt, wie eine Mitarbeiterin einschätzt. „Jetzt, wo es kühler und regnerischer wird, wird häufiger angerufen“, sagt die Mitarbeiterin. Auf den Radwechsel macht das Autohaus seine Kunden seit Mitte Oktober aufmerksam.

Bereits im September gingen die Schreiben an die Kunden des Autohauses Brümmer und Henkelmann in Werne. Etwa 20 Prozent der Stammkunden haben daraufhin ihre Winterreifen aufziehen lassen.

„Vor fünf Jahren kamen die Kunden noch am 1. Oktober, jetzt wird es häufiger der 1. November. In diesem Jahr ist es noch extremer“, sagt Geschäftsführer Markus Henkelmann. Weil nun alle Kunden gleichzeitig nach Terminen fragen, müssten sie schon mal Wartezeiten von zehn Tagen in Kauf nehmen.

  • Die Faustregel „Von O bis O – von Ostern bis Oktober“ ist eine gute Orientierung für den Reifenwechsel. Eine gesetzliche Regelung gibt es nicht. Doch wer bei Schneematsch, Glatteis oder Glätte fährt, riskiert nicht nur einen Unfall, sondern auch ein Bußgeld.
  • Wer auf Ganzjahresreifen setzt, sollte auf das Alpin-Symbol (Schneeflocke) achten. Reifen, die dieses Kennzeichen haben, haben in Tests eine bessere Traktion auf Schnee und Eis erreicht als vergleichbare Reifen. Seit diesem Jahr ist die Schneeflocke allerdings sowieso Pflicht bei neuen Ganzjahresreifen.
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