William-Turner-Schau in Münster startet

Den schaurig-schönen Reisebildern des berühmten britischen Landschaftsmalers William Turner (1775-1851) widmet sich eine große Ausstellung in Münster. Das LWL-Museum für Kunst und Kultur zeigt ab Freitag 80 Gemälde und Aquarelle des britischen Meisters des Lichts und der Farbe, als der er heute gilt. Die hochkarätigen Leihgaben aus der Tate in London werden ergänzt durch 30 Werke von Vorgängern und Zeitgenossen, etwa Werken von Caspar Wolf, Claude-Joseph Vernet und John Martin.

05.11.2019, 14:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
William-Turner-Schau in Münster startet

Ein Besucher steht vor dem Bild „Morgen in den Corniston Fells“ J.M.W. Turner. Foto: Fabian Strauch/dpa/Archivbild

Die Schau mit dem Titel „Turner. Horror and Delight“ folgt dabei der Entwicklung Turners vom schnell erfolgreichen Kunstschüler hin zum Landschaftsmaler, der sich große Freiheiten nahm und dafür auch angefeindet wurde, wie Kuratorin Judith Claus am Dienstag bei der Vorstellung der Schau erläuterte.

Gemälde, die wuchtige Naturgewalten, unwegsames Berggelände oder unbezwingbare Meeresstürme zeigen, stehen im Kontrast zu Ansichten von gefälligen italienischen Hügellandschaften oder einem im blauen Dunst versinkenden Bergsee. Die Ausstellung läuft bis zum 26. Januar.

Das LWL-Museum in Münster geht davon aus, mit der Turner-Ausstellung so viele Besucher anzulocken, wie zuletzt mit der Eröffnungsschau 2014 rund um die britischen Künstler Francis Bacon und David Hockney. Damals kamen mehr als 80 000. Die letzte große Turner-Schau in Deutschland war 2011 in Hamburg.

Weitere Meldungen
Meistgelesen