Wilde Verfolgungsjagd im Sauerland: Aufgerissenes Auto bleibt im Wald stehen

Flucht vor der Polizei

Eine 20-Jährige hat sich im Sauerland eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Das Auto riss auf, Funken sprühten, ein Teil fiel ab – die Beamten brachen ab. Die Frau fanden sie dennoch.

Hemer/Balve

21.01.2020, 15:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wilde Verfolgungsjagd im Sauerland: Aufgerissenes Auto bleibt im Wald stehen

© picture alliance / dpa

Mit Vollgas ist eine junge Autofahrerin im Sauerland vor der Polizei davongerast und hat dann das Auto ihres Vaters mit aufgerissener Ölwanne mitten im Wald zurückgelassen.

Nach Angaben der Polizei von Dienstag hatte die 20-Jährige in der Nacht zu Freitag einem Streifenwagen zunächst die Vorfahrt genommen. Sie habe sich weder durch Anhaltezeichen, Lautsprecherdurchsagen noch Blaulicht stoppen lassen, sondern Gas gegeben.

Mehrere Hundert Meter lange Ölspur führte zum Auto

Zwischenzeitlich setzte ihr Wagen so hart auf, dass die Funken sprühten und eine Radkappe abfiel. In einer Tempo-30-Zone brachen die Beamten die Verfolgung bei mehr als 60 Stundenkilometern sicherheitshalber ab.

Am Mittag entdeckten Spaziergänger schließlich das Auto mitten im Wald an der Stadtgrenze zu Balve, die Kennzeichen waren entfernt. Es hatte eine mehrere hundert Meter lange Ölspur auf dem Waldwirtschaftsweg hinterlassen, weil die Ölwanne aufgerissen war.

Tochter hatte den Wagen gefahren

Mit Hilfe der Feuerwehr und eines Spezialunternehmens musste verseuchtes Erdreich abgebaggert werden. Später meldeten sich der Halter des Wagens und seine Tochter. Sie räumte zunächst ein, das Auto in den Wald gefahren zu haben. Erst als die Polizei durch die Kennzeichenauswertung einen Bezug zur Verfolgungsfahrt herstellte, gab die 20-Jährige zu, auch in diesem Fall die Fahrerin gewesen zu sein.

dpa

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