Wieder Wolfsnachweise in NRW

Das Landesumweltamt hat erneut Nachweise über die Anwesenheit von Wölfen in NRW veröffentlicht. Im Kreis Lippe an der Grenze zu Niedersachsen habe eine Anwohnerin am 22. Juni Fotos eines vorbeilaufenden Tieres gemacht, das als Wolf bestimmt worden sei. Wie das Landesumweltamt am Dienstag weiter berichtete, war ein im Kreis Olpe am 11. Mai entdecktes totes Reh einem Wolf zum Opfer gefallen. In beiden Fällen sind Geschlecht und Herkunft der Tiere nicht bekannt.

16.07.2019 / Lesedauer: 2 min

Es handele sich vermutlich um durchziehende Tiere, sagte ein Sprecher des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) in Recklinghausen. In diesem Jahr hat das Amt schon mehr als 200 unbestätigte Hinweise aus NRW auf mögliche Sichtungen des Raubtieres erhalten.

Sogar aus dem Düsseldorfer Stadtteil Wersten war im Juli mehrfach ein wolfsähnliches Tier gemeldet worden, bestätigte das Landesumweltamt. Erste Hinweise lägen seit dem 10. Juli vor. Es gebe auch weitere Meldungen und Bilder aus räumlich zusammenhängenden Bereichen wie Leverkusen-Opladen und dem Ratinger Stadtwald. „Bisher konnte mit keinem der Hinweise der Nachweis auf einen Wolf geführt, dies aber auch nicht gänzlich ausgeschlossen werden“, sagte der Sprecher. Unbestätigte Hinweise könne das Lanuv nicht kommentieren.

In NRW wurden seit Oktober 2018 drei Regionen zu Wolfsgebieten bestimmt: die Gegend um Schermbeck nördlich des Ruhrgebiets, die Senne bei Bielefeld sowie die Nordeifel an der Grenze zu Belgien. 2019 gab es bisher 24 Wolfsnachweise. 2018 waren insgesamt 36 Belege für die Anwesenheit des Raubtiers in NRW eingegangen.

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