Wie mit einer Pinzette zerlegte der Bagger das Essmann-Gebäude

Abriss

Filigrane Arbeit erledigte der Baggerfahrer, der am Samstagvormittag die verbliebenen Mauern des Essmann-Gebäudes einriss. Ein beeidruckendes Schauspiel, allerdings nicht ohne Wehmut.

Schwerte

, 21.10.2018, 15:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wie mit einer Pinzette zerlegte der Bagger das Essmann-Gebäude

Wie mit einer Pinzette zerlegte der Baggerfahrer das Traditionshaus an der Ecke Hüsingstraße/Friedensstraße. © Foto: Manuela Schwerte

Bis auf die Grundmauern abgetragen – nur der riesige Steinhaufen, die überdimensionalen Holz- und Metallstapel sowie Entsorgungscontainer und der typische Abrissgeruch erinnern an das Eckhaus an der Hüsing- und Friedensstraße.

„Eine echte Herausforderung“, sagte der Polier und Baggerfahrer Mirko Dreher vom Höchstener Abbruch- und Entsorgungsunternehmen Spektrum: „Das Abtragen des Fachwerkhauses aus Holz und Mauerwerk, das relativ stabil auf Stahlträgern liegt, hat es in sich – jeder Arbeitsschritt ist genau geplant.

Bei laufendem Betrieb

Zudem müssen die Arbeiten bei laufendem Betrieb der umliegenden Läden durchgeführt werden und das Gebäude steht sehr dicht am Straßen- und Fußgängerbereich – die Vermeidung von Sach- und vor allem Personenschäden ist wichtigste Priorität“. Leider konnte wegen der eventuell störenden Nachtruhe keine Genehmigung zur „Nachtschicht-Arbeit“ erteilt werden, so die für die Ausführungsplanung des Alt- und Neubaus zuständige Ingenieurgesellschaft Rücken und Partner aus Holzwickede: „Es wird mit Bedacht und höchstem Sicherheitsbewusstsein gearbeitet“.

Weiträumig abgesperrt

Und daran waren auch Roger Dinius und seine Kollegen von der Hammer Spezialfirma Heilmann Verkehrstechnik beteiligt: Bereits vorab hatten sie die Umleitungsbeschilderung für die Fahrzeug- und Fußgängerumgehung weitläufig angebracht. Und am Samstagmittag wurden dann die Absperrungen für die Hüsingstraße vom Zugang der Fußgängerzone bis zum Postplatz sowie zur Sperrung des Durchgangsverkehrs der Friedensstraße und des Nordwalls aufgestellt. Trotz der zahlreichen Hinweis- und Sperrschilder „verirrten“ sich einige Autofahrer bis an die Absperrung – Sackgasse.

Für die im Absperrgebiet liegenden Geschäfte wie Schuhhaus Deichmann, C&A oder der Gaststätte „Zur Waage“ wurde vom Heilmann-Team um Roger Dinius ein sicherer und umsichtiger „Begleitservice“ durchgeführt.

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Abriss des Essmann-Gebäudes

Wie mit einer Pinzette zerlegte der Baggerfahrer das Traditionshaus an der Ecke Hüsingstraße/Friedensstraße. Das lockte viele Zuschauer an.
21.10.2018
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Abriss des Gebäudes Hüsingstr. 33 (ehem. Essmann)© Foto: Manuela Schwerte
Abriss des Gebäudes Hüsingstr. 33 (ehem. Essmann)© Foto: Manuela Schwerte
Abriss des Gebäudes Hüsingstr. 33 (ehem. Essmann)© Foto: Manuela Schwerte
Abriss des Gebäudes Hüsingstr. 33 (ehem. Essmann)© Foto: Manuela Schwerte
Abriss des Gebäudes Hüsingstr. 33 (ehem. Essmann)© Foto: Manuela Schwerte
Abriss des Gebäudes Hüsingstr. 33 (ehem. Essmann)© Foto: Manuela Schwerte
Abriss des Gebäudes Hüsingstr. 33 (ehem. Essmann)© Foto: Manuela Schwerte
Abriss des Gebäudes Hüsingstr. 33 (ehem. Essmann)© Foto: Manuela Schwerte
Abriss des Gebäudes Hüsingstr. 33 (ehem. Essmann)© Foto: Manuela Schwerte
Abriss des Gebäudes Hüsingstr. 33 (ehem. Essmann)© Foto: Manuela Schwerte
Abriss des Gebäudes Hüsingstr. 33 (ehem. Essmann)© Foto: Manuela Schwerte
Abriss des Gebäudes Hüsingstr. 33 (ehem. Essmann)© Foto: Manuela Schwerte
Abriss des Gebäudes Hüsingstr. 33 (ehem. Essmann)© Foto: Manuela Schwerte
Abriss des Gebäudes Hüsingstr. 33 (ehem. Essmann)© Foto: Manuela Schwerte
Abriss des Gebäudes Hüsingstr. 33 (ehem. Essmann)© Foto: Manuela Schwerte
Abriss des Gebäudes Hüsingstr. 33 (ehem. Essmann)© Foto: Manuela Schwerte

Mit viel Wasser gegen Staub

Um 14.45 Uhr war es dann soweit: Mirko Dreher startete den auf dem Steinhaufen der Vorarbeiten majestätisch wartenden Abrissbagger – aufgepeppt mit Abbruch- und Sortiergreifer. „Staubig wird’s“, kündigte er an und besorgte sich das erforderliche Staub-Vernichtungswasser vom Hydranten an der Eintrachtstraße. Gekonnt und umsichtig zerlegte Mirko Dreher mit seinem Bagger das traditionsreiche Essmann-Gebäude – Geschicklichkeit, Erfahrung und absolute Präzision waren gefragt. „Der versteht sein Handwerk – eine tolle Leistung, es sieht aus wie bei einem großen Mikado- oder Jenga-Geschicklichkeitsspiel“, so der bewundernde Kommentar eines der reichlich anwesenden Zuschauer, die interessiert und aufmerksam das Abbruch-Spektakel begleiteten.

„Weg frei für Neues“

Allerdings kam auch etwas Wehmut bei dem Niederriss auf: „Schon wieder ist ein Stück Schwerte weg“, trauerte ein Passant – aber sicherlich wurde der Weg für etwas Neues geöffnet. Was genau, darüber kann derzeit nur spekuliert werden, denn Bauherr Schulte-Drüfel sowie das planende Architekturbüro Deterding aus Unna lassen noch nicht „die Katze aus dem Sack“.

Vielleicht wird ja aus der Vergangenheit mit Uhren Essmann eine Zukunft mit Café Extrablatt? Und das könnte durchaus ein weiteres gastronomisches Glanzlicht zur Zusammenbindung der Schwerter Flanier- und Einkaufsmeilen werden.

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