Wie geht’s nun mit dem Lehrschwimmbecken Stockum weiter?

Ausschuss vertagt Entscheidung

Nach der Nullnummer im Bezirksausschuss traf auch der Badausschuss keine Entscheidung über die Zukunft des Beckens. Aber die CDU kündigte etwas geheimnisvoll einen neuen Antrag an.

Stockum

, 28.11.2018, 16:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wie geht’s nun mit dem Lehrschwimmbecken Stockum weiter?

Dauerhaft geschlossen oder nicht - das bleibt die spannende politische Frage beim Lehrschwimmbecken. © Jörg Heckenkamp (A)

Damit läuft alles auf eine entscheidende Abstimmung in der öffentlichen Sitzung des Stadtrates am Mittwoch, 5. Dezember, hinaus. Denn als der Tagesordnungspunkt „Zukunft des Lehrschwimmbeckens“ am Dienstagabend, 27. November, im Badausschuss an der Reihe war, verteidigte zunächst Jürgen Regener für die CDU deren bekannten Antrag auf Fortführung des Lehrschwimmbeckens (LSB).

Wie schon die Lokalpolitiker im Stockumer Bezirksausschuss befürchtet auch Regener die ablehnende Reaktion der Bevölkerung: „Wir könnten einen Shitstorm erleben, wenn wir das Lehrschwimmbecken schließen. Daher wollen wir es erhalten.“

Überraschender Vorstoß der CDU zum Lehrschwimmbecken

Nachdem Regener ausführlich die Position der Christdemokraten erläutert hatte, mischte sich sein Fraktionskollege Willi Jasperneite mit einem überraschenden Vorstoß ein. Seine Fraktion sei gerade dabei, aufgrund neuer Sachlagen den Antrag zu überarbeiten.

„Wir könnten einen Shitstorm erleben.“
Jürgen Regener (CDU) über die Schließungspläne

Was es damit auf sich hat, wollte Jasperneite am anderen Tag auf Anfrage nicht genau erläutern: „Nicht alle unserer Ratsmitglieder wissen schon Details.“ Deswegen könne er öffentlich noch keine Auskünfte geben. Nur so viel deutete er an: Der neu-formulierte Antrag beinhalte einen neuen Umstand, „sodass wir hoffen, dass alle anderen Fraktionen dem zustimmen können“. Generell läuft auch der neue Antrag auf den Becken-Erhalt hinaus.

Zuvor hatte Reinhard Stalz (UWW) eine überarbeitete Version des Erhaltungs-Antrages der Unabhängigen Wähler erläutert. Demnach verlangt die UWW keinen Parallelbetrieb von neuem Solebad und LSB auf längeren Zeitraum.

Stattdessen wolle man das LSB in Stockum so lange betriebsbereit halten, bis klar ist, dass sich alle Vereine und Schulen im neuen Solebad gut eingerichtet haben. „Vielleicht bis Ende 2019“, sagt Stalz. Funktioniere Schul- und Vereinsschwimmen im neuen Bad gut, könne man auf das LSB verzichten.

Da die CDU aber wegen ihres in Arbeit befindlichen Antrages eine Verschiebung der Tagesordnungspunkte gefordert hatte, stand dies zunächst zur Abstimmung. Da sich alle anderen Fraktionen enthielten, kam die Verschiebung mit den fünf CDU-Stimmen durch.

Zum Hintergrund:
  • Seit den ersten Planungen des neuen Solebades vor sechs Jahren war klar, dass die Finanzierung des Neubaus nur bei einem Verzicht auf das Stockumer Lehrschwimmbecken funktionieren würde.
  • Das war allgemeiner politischer Konsens.
  • Die Verwaltung hat nun diese Stimmungslage in einem Antrag zur Schließung des LSB mit Beginn der Sommerferien umgemünzt.
  • Seitdem erhebt sich vor allem in Stockum Widerspruch gegen eine Trockenlegung.
  • Das Solebad eröffnet voraussichtlich vor dem 13. April 2019, sodass beide Becken sowieso noch drei Monate im Parallelbetrieb laufen.
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