Wie ein internationales Projekt Lünen und Bergkamen „in Bewegung“ bringt

Infos zur IGA

Die Lippe spielt eine wichtige Rolle bei der Internationalen Gartenausstellung 2027 im Ruhrgebiet. Die Städte Lünen und Bergkamen wollen gemeinsam etwas auf die Beine stellen.

Lünen

23.09.2019, 12:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wie ein internationales Projekt Lünen und Bergkamen „in Bewegung“ bringt

Ein Band entlang von Kanal und Lippe zwischen Bergkamen und Lünen: So könnte der „Zukunftsgarten“ als Teil der IGA 2027 aussehen. © Stadt Lünen

Entlang von Kanal und Lippe zwischen der Halde Großes Holz und der Victoriabrache soll das gemeinsame Projekt von Lünen und Bergkamen realisiert werden.

Darüber und über die Fortschritte bei der IGA 2027 ließen sich die Mitglieder der Stadtentwicklungsausschüsse der Städte Lünen und Bergkamen am Dienstag (17.9.) in einer gemeinsamen Sitzung im Bergkamener Rathaus informieren.

Horst Fischer, Referatsleiter beim Regionalverband Ruhr (RVR), bezeichnete die IGA als „ein Dekadenprojekt für das Ruhrgebiet von internationaler Strahlkraft“.

Durchführungsgesellschaft wird gegründet

Sie sei eine Herausforderung, aber auch eine einmalige Chance mit langfristig positiven Auswirkungen für die Bevölkerung und die touristische Entwicklung. Er informierte die Ausschussmitglieder über den aktuellen Stand der Vorbereitungen. Derzeit sei man beim RVR dabei, eine Durchführungsgesellschaft zu gründen, die das Großprojekt gemeinsam mit den Akteuren aus der Region umsetzen wird.

Zwei der wichtigsten Standorte der IGA

Die Eckpunkte des interkommunalen Projekts, das zu einem von insgesamt fünf „Zukunftsgärten“ der IGA 2027 werden soll, stellten die Beigeordneten Hans-Joachim Peters aus Bergkamen und Arnold Reeker aus Lünen vor. Mit dem Projekt unter dem Namen „Landschaft in Bewegung“ zählen die beiden Städte im östlichen Ruhrgebiet zu den wichtigsten Standorten der IGA, neben den eintrittspflichtigen Zukunftsgärten in Dortmund, Duisburg und Gelsenkirchen sowie einem weiteren interkommunalen Projekt der Städte Castrop-Rauxel und Recklinghausen.

Beteiligung an der IGA hat breite politische Zustimmung

Beschlüsse wurden in der gemeinsamen Sitzung nicht gefasst, sie diente vor allem der Information der Ausschussmitglieder. Zudem wurde deutlich, dass die Beteiligung an der IGA breite politische Zustimmung in beiden Städten findet. Politik und Verwaltung beider Städte wollen einen engen Schulterschluss üben, um das ehrgeizige Projekt zu verwirklichen zu können.

Neue wirtschaftliche Perspektiven

Von dem Projekt werden, auch das wurde in der Sitzung deutlich, positive Effekte für die Region erwartet. Die IGA wird als Motor und strukturpolitischer Impuls gesehen: Allein die Aktivierung von über 100 Hektar Brachflächen in Bergkamen und Lünen im Zuge der IGA könne ein entscheidender Beitrag zur Bewältigung des Strukturwandels und der ökologischen Folgen des Bergbaus sein, hieß es von den Verwaltungen beider Städte. Damit verbunden seien neue wirtschaftliche Perspektiven im Tourismussektor und ein nachhaltiger Mehrwert für die Naherholung der Bewohner.

  • In Deutschland findet alle zehn Jahre eine Internationale Gartenausstellung (IGA) statt. Sie ersetzt im jeweiligen Jahr zugleich die Bundesgartenschau (BUGA).
  • Die letzte IGA hat 2017 in Berlin stattgefunden.
  • Den Grundsatzbeschluss zur Teilnahme der Stadt Lünen an der IGA 2027 im Ruhrgebiet hatte der Rat der Stadt im Oktober 2018 gefällt.
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