Wie die Sonnetten und die Liederbrücke das Publikum anrührten - auch ohne die Sonnenkinder

dzWeihnachtskonzert

Wie auch in den letzten Jahren gaben die Sonnetten in Zusammenarbeit mit der Liederbrücke Selm ein Weihnachtskonzert in der Ludgerikirche. Aber, fehlten da nicht Sänger?

Selm

, 20.12.2019, 16:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Petra Ender aus Südkirchen ist sich sicher: „Wenn du aus diesem Konzert raus gehst, dann ist Weihnachten. An diesem Abend ist sie als Ehrengast geladen.

Als Beisitzerin des aufgelösten Chores „Die Sonnenkinder“ kennt sie einige Mitglieder der Sonnetten schon von Kindesalter an. „Es ist immer wieder schön zu sehen, dass sie auch jetzt noch im Chor dabei sind.“

Die Frau neben ihr, Marie-Lis Coenen, Ehrenvorsitzende der Sonnenkinder, freut sich wie Petra Ender auch auf das gesamte Konzert. „Für mich ist es ein Erlebnis wie in alten Zeiten“, meint sie. Jedoch findet sie es auch traurig, Konzerte der ehemaligen Sonnenkinder zu besuchen. Denn den Chor, der lange Zeit in Selm existierte und auch durchaus erfolgreich gewesen ist, gibt es an sich nicht mehr.

Übrig geblieben seien nur die Sonnetten, die aus ehemaligen Sonnenkindern, aber auch aus Neuzugängen bestehen und der Chorleiter Hans W. Schumacher, der auch an diesem Abend beide Chöre mit Leidenschaft dirigiert.

Der Chor „Die Sonnenkinder“ hatte diese Konzerte lange mitbestritten. Nach Auflösung des Kinder- und Jugendchores sind nun die Sonnetten die letzten der einstigen „Sonnenkinder“. Die hatten am Dienstagabend, 17. Dezember, ihren letzten Auftritt gehabt. Im Signal Iduna Park, dem Stadion des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund.

Kräftig und laut

Die Kirche ist an diesem Sonntagabend, 15. Dezember, gut gefüllt. Das Konzert ist voll mit Weihnachtsliedern aus aller Welt. Sowohl Klassiker als auch unbekanntere Weihnachtsstücke sind im Programm. Ein Streichquartett der Dortmunder Philharmoniker sowie ein Piano begleitet die Sonnetten und die Liederbrücke Selm. Das Publikum lässt es sich zum Schluss auch nicht nehmen, mitzusingen. Immerhin laden die Lieder gerade dazu ein.

Wie die Sonnetten und die Liederbrücke das Publikum anrührten - auch ohne die Sonnenkinder

Die Liederbrücke Selm und die Sonnetten begeisterten die Zuschauer in der Ludgerikirche unter der Leitung von Hans W. Schumacher mit internationalen Weihnachtsliedern. © Sophie Godelmann

Durch Kerzen neben jeder Bank wird für eine sinnliche und gemütliche Weihnachtsatmosphäre gesorgt. Während des gesamten Konzerts ist es still; alle genießen die Ruhe, die Stimmen und die Lieder.

Zum Schluss des Konzertes treten die beiden Chöre mit Kerzen auf, deren Lichter man auch durch die Fenster der Kirche sehen kann.

Guter Zusammenhalt und Stimmung

Nadine Knauf, Mitglied der Sonnetten, ist äußerst zufrieden nach dem Konzert. Seit September sei dafür geprobt worden. Die Lieder habe der Chor in Zusammenarbeit mit dem Chorleiter ausgesucht. „Ich bin seit 2010 dabei und mir gefällt es super gut hier. Der Chorleiter ist echt super und außerdem ist hier immer Stimmung im Chor. Wir halten auch alle zusammen“, betont sie.

Den Zusammenhalt konnte man auch während des Konzerts spüren und sicherlich ist danach für einige Besucher endgültig die Weihnachtszeit angebrochen.

Der Chorleiter Hans Schumacher ist sich sicher: „ Das Konzert am Sonntag war eines der besten Weihnachtskonzerte, die ich jemals gemacht habe.“ Ein schönes Spektakel.

Sechs Monate Proben

Die Weihnachtskonzerte gebe es schon seit Jahrzehnten, so Schumacher weiter. Auch die Zusammenarbeit zwischen den Sonnetten und der Liederbrücke sei nichts Neues. „Wir fangen immer sechs Monate vor dem Konzert an zu proben. Die Lieder suche ich meistens aus, aber natürlich sind auch in jedem Jahr traditionelle Lieder dabei, die natürlich nicht fehlen dürfen.“ Die Dortmunder Philharmoniker seien ebenfalls seit vielen Jahren ein Teil der Konzerte. „Das sind natürlich Profis“, sagt er.

Im kommenden Jahr seien außerdem einige Konzerte mit Themen wie Italien oder Liebe geplant, sowohl von den Sonnetten als auch von der Liederbrücke.

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