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Wertvoll – zu schade für den Restmüll

Die Wertstofftonne im Kreis Unna

Flaschen kommen in den Altglascontainer, Pappe und Papier in die Papiertonne – und Zahnbürste, Plastikspielzeug und Kochgeschirr? Solche Gegenstände gehören in die Wertstofftonne.

GWA Kreis Unna
18.10.2019, 23:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kreis Unna. Bereits seit 2012 ersetzt die Wertstofftonne im Kreis Unna den Gelben Sack bzw. die Gelbe Tonne. Verpackungsabfälle, die früher darin gesammelt wurden, werden heute gemeinsam mit anderen materialgleichen Abfällen aus Kunststoff, Weißblech, Aluminium, Verbundmaterial und Metallen erfasst. Da die Unterscheidung „Verpackung“ oder „Nichtverpackung“ entfällt, ist das Sortieren in diesem Punkt einfacher geworden: Das Material ist also für die Verwertung entscheidend.

Gründe für die Wertstofftonne

Laut Gesetzgeber sind Verpackungen und andere Wertstoffe („stoffgleiche Nichtverpackungen“) zu sammeln und zu verwerten. Stoffgleiche Nichtverpackungen, die heutzutage im Kreis Unna in die Wertstofftonne kommen, landeten zu Zeiten des Gelben Sacks oft in der Restmülltonne. Denn in den Gelben Sack gehörten seinerzeit nur lizenzierte Kunststoff-, Verbund- oder Metallverpackungen (z.B. Joghurtbecher oder Konservendosen mit dem Grünen Punkt). Seit Einführung der Wertstofftonne gibt es im Kreis Unna eine gemeinsame Tonne für Verpackungen, Kunststoffe, Verbunde und Metalle! Dadurch wird mehr Menge haushaltsnah gesammelt. So sind zum teil weniger Wege zum Wertstoffhof erforderlich, was zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes beiträgt - all das hilft der Umwelt.

Die Wertstofftonne hat auch positive Auswirkungen auf das Stadtbild: Es sind deutlich weniger Verunreinigungen festzustellen. Denn die Gelben Säcke wurden häufig vom Wind verweht, rissen darüber hinaus leicht auf.

Wertvoll – zu schade für den Restmüll

Die Wertstofftonne wird alle zwei Wochen geleert. © Jacob

Recycling durch gute Trennung

Etwas mehr als die   Hälfte der erfassten Materialien wird werkstofflich recycelt – also zu Sekundärstoffen für neue Produkte verarbeitet. Dazu gehören zum Beispiel Kunststoffe wie PET, Metalle, Verbunde, Papier, Pappe, Karton sowie Glas.

Bei rund einem Viertel der Gesamtmenge handelt es sich um Mischkunststoffe und Folien, die als aufbereiteter Ersatzbrennstoff andere Energieerzeugnisse insbesondere in der Kraftwerks- und Zementindustrie substituieren.

Rund ein Drittel der Sammelmengen sind Sortierreste, die als Restmüll in Müllverbrennungsanlagen thermisch verwertet werden müssen.

Deshalb ist die Sortierqualität in der Wertstofftonne stark verbesserungswürdig: Denn große Mengen von Fehlwürfen, insbesondere von Restmüll wie Windeln, Renovierungsabfälle etc., landen leider noch zu oft in der Wertstofftonne und erschweren das Recycling bzw. erhöhen die Kosten erheblich. Das geht nicht zuletzt zu Lasten derer, die ihre Abfälle richtig trennen.

Wertvoll – zu schade für den Restmüll

Konservendosen, Plastikspielzeug, alte Eimer oder altes Kochgeschirr hingegen kommen in die Wertstofftonne. © Jacob, Stefanie

 Das kommt nicht in die Wertstofftonne

Gegenstände, die nicht in die Wertstofftonne gehören sind zum Beispiel:

Elektroschrott, denn hier kann es vorkommen, dass sich die Kabel an den Förderbändern verheddern (richtiger Weg: zum Wertstoffhof)

Audio-/Videokassetten – sich verheddernde Bänder stören den Betriebsablauf in der Sortieranlage (richtiger Weg: Restmüll)

Sperrmüll, wie zum Beispiel Gartenstühle – auch nicht zerkleinert!

Wertvoll – zu schade für den Restmüll

Batterien, Windeln und alte Kleidung gehören nicht in die Wertstofftonne. © xxx

ZVR-MonTakt_E-Paper-Ausgabe_MTNord_Samstag, 19 Okt (564 kB)

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