Anzeige

Wertstoffhöfe schließen Kreisläufe

Bürger Willkommen - viel Service an einem Standort

Wohin mit dem Abfall, der weder in die graue, blau, grüne oder gelbe Tonne gehört? Bürger im Kreis Unna bringen ihren Abfall zu den Wertstoffhöfen, die die Wertstoffe dem Recycling in spezialisierten Betrieben zuführen.

GWA - Gesellschaft für Wertstoff- und Abfallwirtschaft Kreis Unna
26.10.2018, 11:08 Uhr / Lesedauer: 3 min
Wertstoffhöfe schließen Kreisläufe

Carmen Fechner und Sohn Max haben kräftig entrümpelt. Sie sind froh, dass sie den Abfall hier schnell und kostengünstig los werden.

Es ist wie ein gut einstudiertes Ballett: Radlader, Containerdienste, Mitarbeiter – sie alle bewegen sich am frühen Morgen auf dem Wertstoffhof in Bergkamen ohne sich in die Quere zu kommen. Kurz vor Öffnung des Wertstoffhofs sind die Hinterlassenschaften des Vortages ordentlich einsortiert, weggeräumt und der Platz glänzt förmlich vor Sauberkeit. „So, jetzt kann‘s losgehen“, gibt dann auch Mitarbeiter Andree Turk den Startschuss und öffnet das Tor für die ersten Kunden, die bereits vor dem Wertstoffhof an der Justus-Liebig-Straße in Bergkamen warten.

Jede Kommune ist im Kreis Unna ist verpflichtet, die Abfallbsammlung zu organisieren. Im Kreis Unna übernimmt dies unter anderem die GWA, die Gesellschaft für Wertstoff- und Abfallwirtschaft Kreis Unna mbH. Sie betreibt im Auftrag einzelner Städte und Gemeinden auch die Wertstoffhöfe in Bergkamen, Bönen, Fröndenberg, Holzwickede und an zwei Standorten in Kamen. Hier kann der unterschiedlichste Abfall, der weder in graue, blaue, grüne oder gelbe Tonne gehört, abgeliefert werden und wird dann von hier aus einer Wiederverwertung zugeführt. Dabei unterscheiden sich die Wertstoffhöfe zum Beispiel in ihren Öffnungszeiten oder im Serviceangebot.

Bequemes Abladen, umfangreicher Service

Wertstoffhöfe schließen Kreisläufe

PKW für PKW, Kleintransporter für Kleintransporter: Gerade morgens kommen viele Bürger zum Wertstoffhof.


Dienstags bis samstags hat der Bergkamener Wertstoffhof für die Bürger der Stadt geöffnet, Ob es nun alte Batterien oder Leuchtmittel sind, ausrangierte Fernseher oder Kühlschränke, Bauschutt oder Grünschnitt – auf dem Gelände findet sich für jeden Wertstoff ein Plätzchen.

Die Bürger, die sich jetzt am Morgen in die Schlange vor dem Tor eingereiht haben, haben den unterschiedlichsten Abfall verstaut in Kofferraum, Anhänger oder Kleintransporter dabei. „Jetzt um diese Jahreszeit ist es natürlich vor allem Grünschnitt und anderer Gartenabfall,“ weiß Andree Turk. Gemeinsam mit Matthias Frobel gehört er zur „Stammmannschaft“ des Wertstoffhofs in Bergkamen, an langen Tagen, dienstags und freitags, kommt außerdem eine Hilfskraft dazu.

Wertstoffhöfe schließen Kreisläufe

Brigitte Bönninger weiß besonders die Boxen zu schätzen, in die man mit seinem PKW einfach einfahren und abladen kann.

Zu den Kunden gehört auch Brigitte Bönninger, die hier ihren Grünschnitt los wird. „Das man hier so bequem in die Box hereinfahren kann, ist wirklich toll.“ „Wenn aber jemand trotzdem Probleme beim Abladen hat oder besonders schwere oder sperrige Sachen dabei hat, helfen wir natürlich gerne“, ergänzt Andree Turk. Auch andere Kunden sind voll des Lobes, einziger Kritikpunkt: „Warum kann ich nicht auch zu einem anderen Wertstoffhof im Kreis Unna fahren, wenn der näher liegt?“ fragt Joachim Richter, der heute für seine Schwiegermutter hier Grünschnitt entsorgt.

Das lässt der Auftrag der GWA nicht zu, denn der Wertstoffhof wird über die Gebühren der jeweiligen Bürger einer Kommune finanziert. Ausnahme ist hier die Schadstoffannahme, die unabhängig vom Standort für Bürger des Kreises Unna kostenlos ist.

Kostenlose Annahme von Schadstoffen


Schadstoffe wie alte Lacke oder Kleber werden in Bergkamen wie auch den anderen Wertstoffhöfen mit Schadstoffannahme kostenlos angenommen, dafür sind die Mitarbeiter speziell geschult. „Manchmal bringen uns die Kunden alte Dosen oder Flaschen ohne Etikett, dann müssen wir erst einmal herausfinden, um was es sich hier handelt. Besser ist daher die Anlieferung in der Originalverpackung.“

Weiter- und Wiederverwertung der angelieferten Abfälle


Die Schadstoffe gehören dann auch zu den wenigen Dingen, die in der Regel nicht einem Recycling zugeführt werden können, sondern in die Verbrennung gehen. „Ansonsten sind wir als GWA so organisiert, dass das was an den Wertstoffhöfen ankommt, vorrangig einem stofflichen Recycling zugeführt wird, entweder durch GWA-eigene Unternehmen oder externe Verwerter wie – in Bergkamen besonders praktisch da direkt nebenan – SIMS M+ R für Elektrokleingeräte oder das Holzkontor“, erläutert GWA-Pressesprecher Andreas Hellmich.

Aber auf den Wertstoffhöfen wird nicht nur genommen, sondern auch gegeben: Neben Rindenmulch bekommt man hier zum Beispiel Kompost, der aus dem angelieferten Grünschnitt frisch gemacht im Fröndenberger Kompostwerk an die Wertstoffhöfe zurückgeliefert wird. Für kleines Geld kann man den Kompost dann säcke- oder auch hängerweise wieder im Garten verteilen. Auch den Anhänger kann man direkt vor Ort leihen. Zudem stehen Handwaschbecken und Staubsauger zur Verfügung. Alles in allem: viel Service an einem Standort.

MonTakt_E-Paper-Ausgabe_MTSued_Samstag, 27 Oktober (422 kB)

www.gwa-online.de Tel: 0800 / 400 1 400

GWA - Gesellschaft für Wertstoff- und Abfallwirtschaft Kreis Unna

Meistgelesen