Werner Autoren schreiben fürs Jahrbuch des Kreises Unna

dzUnna-Jahrbuch

In der 40. Ausgabe des Jahrbuches des Kreises Unna kommen Autoren aus der Region zu Wort, die ausgewiesene Kenner der lokalen Historie sind. Darunter finden sich auch einige aus Werne.

Werne

, 13.12.2018 / Lesedauer: 3 min

Darunter zum Beispiel der Werner Jörg Stengl. Der Journalist befasst sich unter dem Titel „Jeder Stuhl ist ein handwerkliches Kunstwerk“ mit der Geschichte der Stuhlmacherei Elberfeld in Werne.


Alte Stuhlmacherei Elberfeld

Sein Jahrbuch-Beitrag ist angereichert mit Fotos und fängt folgendermaßen an: „Seit drei Generationen gibt es die Stuhlmacherei Elberfeld in der Werner Innenstadt. Das Wohn- und Geschäftshaus stammt aus dem Ende des 18. Jahrhunderts und legt an der Burgstraße 15. Etwa 50 Meter weiter, durch den Hof zur Westmauer, befindet sich die Werkstatt (...).“

Der Artikel endet so: „Nach dem Tod des letzten Besitzers, Heinz Elberfeld, stehen die beiden Gebäude der Stuhlmacherei als Erbe an. Der Verein ‚Freunde des historischen Stadtkerns Werne‘ bemüht sich um den Kauf der Häuser, um sie dann als Dokumentationsmuseum der Nachwelt zu erhalten.“

So kam die Eisenbahn nach Werne

Als eine weitere Autorin aus der Lippestadt ist Dr. Anke Schwarze vertreten. Sie befasst sich mit der Geschichte der Bahninfrastruktur ihrer Heimatstadt. Die begann nicht mit der Personen-, sondern der Material- und Kohlebeförderung im Rahmen des Ausbaus der Zeche Werne ab 1899.

In dem Beitrag mit dem Titel „Als ‚Pengel-Anton‘ von Werne nach Bockum-Hövel zuckelte“ ist unter anderem zu lesen: „1902 ließ der Georgs-Marien-Bergwerks und Hüttenverein eine zwölf Kilometer lange Kleinbahn nach Ermelinghof (Bockum-Hövel) bauen. Auf diese Weise erhielt die Zeche Werne einen Anschluss an die Bahnstrecke zwischen Hamm und Münster.“ Auch dieser Artikel ist mit etlichen Fotos versehen.

Eröffnung des Thermalbades vor 145 Jahren

Werner Autoren schreiben fürs Jahrbuch des Kreises Unna

Das Vinzenzstift an der Münsterstraße sollte ab 1887 „skrophulöse Kinder“ heilen. © Heidelore Fertig-Möller

Die ehemalige Museums-Leiterin Heidelore Fertig-Möller befasst sich mit der Eröffnung des Thermalbades in Werne vor 145 Jahren. „Das Leiden bessert sich täglich....“ lautet die Überschrift. Die Historikerin schreibt unter anderem: „Im Jahre 1887 entstand an der Münsterstraße auch eine Heilanstalt für skrophulöse Kinder, das Vinzenzstift. Anfänglich nur für 98 Kinder gebaut, konnten 1896 über 600 Kinder aufgenommen werden. Sie litten an einer Drüsenkrankheit, die besonders im Ruhrgebiet auftrat - die Behandlung mit salzhaltiger Luft und Solebädern sorgte für Linderung der Beschwerden.“


Unternehmer-Porträt Hartmu Kettler

Als vierter Werner im Bunde taucht Thomas Hengstenberg in der Autorenliste auf. Sein Thema im Jahrbuch des Kreises Unna: „Hartmut Kettler - Kunstsammler und erfolgreicher Geschäftsmann“. Als ehemaliger Leiter der Kulturabteilung des Kreises Unna schreibt er eine Biografie über „Hartmut Kettler - Kunstsammler und erfolgreicher Geschäftsmann“.

Kettler, der im Jahre 2017 verstarb, war gelernter Drucker und übernahm Ende der 1960er-Jahre den Familienbetrieb in Bönen. Hengstenberg schreibt: „Es war für mich eine glückliche Fügung, dass Hartmut Kettler in seiner Liebe zur Kunst und zu dem kunstvoll gestalteten Buch die Produktion hochwertiger Kunstbücher zu einem profilbildenden Merkmal der Angebote seines Hauses entwickelt hatte.“

Eine von mehreren Lesungen mit den Autoren des Jahrbuchs Kreis Unna und dem Herausgeber Dr. Peter Kracht findet in Werne am Sonntag, 17. Februar, um 12 Uhr bei Bücher Beckmann, Magdalenenstraße 2, statt. Info: Das Jahrbuch Kreis Unna ist im Buchhandel für 9,80 Euro erhältlich. ISBN: 978-3-944430-10-2

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