Wenn der Altarraum zur Bühne wird

dzKneipennacht

Drei Bands spielten zur Kneipennacht in Stadt- und Katharinenkirche. Viele Besucher kamen und blieben gern etwas länger, weil die Musik besonders gut klang.

von Dominik Pieper

Unna

, 16.02.2020, 08:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Sie sind natürlich keine Kneipen, aber zur Kneipennacht machten die beiden Innenstadtkirchen Unnas eine Ausnahme. Während in den Altarräumen Bands spielten, saßen die Besucher in den Bänken und genossen tatsächlich auch das ein oder andere alkoholische Getränk.

Akustischen Folk-Pop spielten "Rusty Strings" in der Katharinenkirche.

Akustischen Folk-Pop spielten "Rusty Strings" in der Katharinenkirche. © Pieper

Die Getränke waren allerdings nur Nebensache. Hauptsache war die Musik. Bei "Herrenwahl“ in der Stadtkirche blieben viele Besucher länger sitzen. Die Männer mit den Gitarren staunten nicht schlecht über die große Resonanz – „wir hatten mit 20 Besuchern gerechnet“, gestanden sie. Gekommen waren mehr Gäste als zum Sonntagsgottesdienst. Was sicherlich auch daran lag, dass Herrenwal in Unna gut bekannt ist. Ihr Musikmix, von französischen Chansons bis zu Klassikern des Deutschrock, findet Gefallen – und als Slades "Far far away“ angestimmt wurde, sang die Kirche mit.

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In der Katharinenkirche teilten sich zwei Bands den Abend. „Rusty Strings“, eine vierköpfige Truppe erfahrener Musiker mit einer Vorliebe für Folk-Pop, zeigten, wie eindrucksvoll akustische Musik in dem Raum mit großer Akustik klingen kann. Diese Vorliebe griffen „Metanoia“ auf, die sonst Gottesdienste begleiten und für die Kneipennacht ihr Repertoire gerne um Jazz und Blues erweiterten.

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