Antwort auf AfD-Anfrage: NRW-Innenministerium geht von weniger islamistischen Gefährdern aus

Extremismus

Laut Innenministerium gibt es weniger islamistische Gefährder in NRW. Aus der Antwort der Behörde auf eine Kleine Anfrage der AfD geht allerdings auch hervor, dass andere Zahlen gestiegen sind.

Düsseldorf

17.01.2020, 11:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Antwort auf AfD-Anfrage: NRW-Innenministerium geht von weniger islamistischen Gefährdern aus

Ein Mann trägt eine elektronische Fußfessel. (Symbolbild) © dpa/Archiv

Die Zahl islamistischer Gefährder in NRW ist laut Innenministerium im Jahr 2019 auf 221 Personen zurück gegangen. 2018 zählte man noch 264 Gefährder. Gleichzeitig wurde 2019 erstmals seit 2010 eine Person aus dem linken Spektrum als Gefährder geführt. Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der AfD im Landtag hervor.

Mehr relevante Personen aus islamistischer Szene

Demnach ist die Zahl relevanter Personen aus der islamistischen Szene 2019 auf 176 (2018: 155) gestiegen - die höchste Zahl in zehn Jahren. Im linken Spektrum wurden neben dem einzelnen Gefährder 21 relevante Personen registriert. In der rechten Szene zählten die Sicherheitsbehörden 17 Gefährder und 15 relevante Personen. Bei sogenannten ausländischen Ideologien waren es 6 Gefährder und 15 relevante Personen.

Als Gefährder werden Menschen bezeichnet, von denen ein erhöhtes Sicherheitsrisiko ausgeht - weil sie als potenzielle Terroristen gelten. Relevante Personen können zum Beispiel Unterstützer oder Kontakte von Gefährdern sein. Die Begriffe sind polizeiintern definiert, haben aber keine rechtliche Bedeutung.

dpa