Viel Beifall für Weltpremiere beim 29. Lüner Kinofest

Eröffnungsgala

Auf diesen Eröffnungsfilm waren nicht nur die Lüner Zuschauer gespannt. Denn beim Kinofest gab es eine Welturaufführung zu sehen. Und die gefiel den meisten Zuschauern richtig gut.

Lünen

, 21.11.2018, 21:57 Uhr / Lesedauer: 3 min
Viel Beifall für Weltpremiere beim 29. Lüner Kinofest

Im Kinofoyer war es schon vor Beginn des Films richtig voll. Die vier Kinosäle waren nahezu ausverkauft. © Günter Blaszczyk

Am Schalter lagen nur noch zwei Karten, ansonsten waren die vier Säle der Cineworld, die fürs Kinofest gebucht waren, am Mittwochabend ausgebucht. Die ersten Besucher warteten schon 45 Minuten vor Einlass darauf, ins Kinofoyer zu kommen.

Komödie „Kalte Füße“

Es erwartete sie nichts weniger als eine Welturaufführung. Die Komödie „Kalte Füße“ wurde das allererste Mal vor Publikum gezeigt. Da war auch das Team um Regisseur Wolfgang Groos, Hauptdarsteller Emilio Sakraya und Filmkomponist Helmut Zerlett nervös, wie die Zuschauer reagieren würden, ob die Lacher an den Stellen kamen, die beabsichtigt waren. Groos: „Wir sind erstaunt, wie voll es hier im Kino ist und das vier Säle ausverkauft sind. Aufgeregt sind wir, weil wir ja viele Jahre an der Realisierung des Filmes gearbeitet haben.“ Das gesamte Team nahm im Kino Platz, um zu sehen, wie die Komödie ankam.

Gegen Mitternacht freute sich Emilio Sakraya dann über viel Beifall und lobende Worte der Zuschauer. „Ich bin absolut zufrieden mit den Reaktionen“, meinte der 22-Jährige.

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Fotostrecke Eröffnung Kinofestgala

Weltpremiere bei der Eröffnungsgala des 29. Kinofestes in der Cineworld. Am Mittwochabend erlebten die Zuschauer in vier Sälen der Lüner Cineworld die Komödie "Kalte Füße", die zum ersten Mal vor Publikum gezeigt wurde. Zu Gast waren viele Mitglieder des Filmteams.
21.11.2018
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Regisseur Wolfgang Groos (l.) und Hauptdarsteller Emilio Sakraya des Eröffnungsfilms "Kalte Füße".© GUENTER BLASZCZYK
Vier ausverkaufte Säle bei der Eröffnung des 29. Kinofestes am Mittwochabend in der Cineworld.© GUENTER BLASZCZYK
Stellvertretender Kinofestleiter Sven Ilgner© GUENTER BLASZCZYK
Schon vor der eigentlichen Eröffnung gab es dichtes Gedränge im Foyer der Cineworld.© GUENTER BLASZCZYK
Pro Lünen-Vorsitzender Hubert Tenberge© GUENTER BLASZCZYK
Regisseur Wolfgang Groos© GUENTER BLASZCZYK
Kinofestkomitee-Vorsitzende Dr. Anke Höwing© GUENTER BLASZCZYK
Hubert Tenberge, Vorsitzender von Pro Lünen© GUENTER BLASZCZYK
Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns© GUENTER BLASZCZYK
Kinofestleiter Mike Wiedemann© GUENTER BLASZCZYK
Regisseur Wolfgang Groos (r.) und Hauptdarsteller Emilio Sakraya des Eröffnungsfilms "Kalte Füße".© GUENTER BLASZCZYK
Das Team des Films "Kalte Füße" mit Vertretern des Kinofestes© GUENTER BLASZCZYK
Regisseur Wolfgang Groos (M), Komponist Helmut Zerlett (r,) und Hauptdarsteller Emilio Sakraya des Eröffnungsfilms "Kalte Füße".© GUENTER BLASZCZYK
Der bekannte Komponist und Musiker Helmut Zerlett© GUENTER BLASZCZYK
Helmut Zerlett wurde bekannt durch die Harald-Schmidt-Show.© GUENTER BLASZCZYK
Regisseur Wolfgang Groos (l.) und Hauptdarsteller Emilio Sakraya des Eröffnungsfilms "Kalte Füße".© GUENTER BLASZCZYK
Regisseur Wolfgang Groos (r.) und Sven Ilgner, stellvertretender Kinofestleiter.© GUENTER BLASZCZYK

Der zweite Hauptdarsteller Heiner Lauterbach spielt derzeit in München Theater, grüßte aber das Kinofest-Publikum per Videobotschaft.

Reaktionen des Publikums

„Das war eine gelungene Mischung aus ,Fack Ju Göhte` und ,Ziemlich beste Freunde“, meinte Zuschauerin Marita Pechr. Und Elfie Kolodziejski war angetan davon, „wie man aus einem eigentlich ernsten Thema einen so heiteren Film machen kann.“ Richtig gut gefiel „Kalte Füße“ auch Zuschauerin Christiane Mai. Es gab allerdings auch ein paar kritische Stimmen, denen eine Komödie zur Eröffnung des Kinofestes nicht genug Tiefgang hatte.

Gruß aus der Staatskanzlei

Einen Gruß aus Düsseldorf gab es von Nathanael Liminski, dem Chef der NRW-Staatskanzlei, verlesen von Kinofestleiter Mike Wiedemann. Liminski dankte der „unglaublich engagierten Bürgerschaft“ Lünens dafür, dass sie das Kinofest „zu einer echten Perle der Festivallandschaft entwickelt“ habe. Hubert Tenberge, Vorsitzender des Kinofest-Veranstalters Pro Lünen, nutzte die Gelegenheit, um ganz offiziell vor großem Publikum nicht nur einen Gruß nach Düsseldorf zu schicken, sondern auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet zum 30. Lüner Kinofest im kommenden Jahr einzuladen.

Gäste von den Partnerfestivals

Im Publikum saßen neben Politikern, Vertretern der Partnerfestivals aus Bozen und Panevezys sowie der Film- und Medienstiftung auch die vielen Sponsoren, ohne die das Kinofest nicht möglich wäre. Und natürlich viele Filmfans aus Lünen und Umgebung, die sich auf die kommenden vier Tage und viele neue deutschsprachige Filme freuen. Über 50 werden zu sehen sein.

Einen Vorgeschmack auf die acht Filme, die um den Filmpreis Lüdia und mehrere weitere Preise konkurrieren, präsentierte Sven Ilgner. Der stellvertretende Kinofestleiter zeigte einen kurzen Zusammenschnitt aus den acht Filmen, die am Donnerstag und Freitag in Lünen zu sehen sind.

Auf Entdeckungsreise begeben

Dr. Anke Höwing, Vorsitzende des Kinofestkomitees, lud dazu ein, sich auf Entdeckungsreise zu begeben und über 100 Filmschaffende zu treffen, die ihre Arbeiten in Lünen vorstellen. Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns lobte den neuen Trailer von Axel und Henning Ricke, der sehr für Furore sorge. „Aus meiner Sicht hat der Trailer Oscar-Reife.“ Kleine-Frauns dankte den zahlreichen Sponsoren, ohne die das Kinoest nicht möglich wäre.

Und noch ein Gedicht

Das unterstrich auch Hubert Tenberge, der daran erinnerte, dass Pro Lünen vor 15 Jahren eigentlich nur für ein Jahr die Organisation übernommen hätte. Nun sei man stolz, im Laufe der Zeit das Kinofest von einem städtischen Highlight zu einem Highlight weit über den Kreis und die Region hinaus für ganz NRW gemacht zu haben.

Und am Ende gab es dann wieder ein humorvolles Gedicht eines Lüner Zahnarztes, an dem ein fröhlicher Poet verloren gegangen ist. Mit dem Fazit – nun wolle man aber Filme sehen.

Publikum als Jury

Und das wird in den kommenden Tagen bis Sonntag einschließlich der Fall sein. Das Publikum spielt dabei eine wichtige Rolle, denn es entscheidet über die Gewinner der „Lüdia“, des Kinderfilmpreises „Rakete“ und der beiden Kurzfilmpreise. Die anderen Preise werden von Jurys vergeben und alle am Samstag bei der Abschlussgala im Heinz-Hilpert-Theater feierlich überreicht.

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