Weltkriegs-Akkordeon kehrt nach 70 Jahren zurück zu Familie

Nach mehr als 70 Jahren hat ein in den Wirren des Zweiten Weltkriegs abhanden gekommenes Akkordeon seinen Weg zurück zu seiner deutschen Besitzerfamilie gefunden. Das Instrument wurde am Donnerstag in der Stadt Schleiden in der Eifel übergeben - von einem amerikanischen Nato-General, dessen Großvater es einst nach einem Gefecht bei einem gefallenen Soldaten gefunden und mitgenommen hatte. „Danke, dass sie uns erlauben, dass das passiert“, sagte General Scott A. Kindsvater, der das Akkordeon 2011 erbte. Die Inschrift „M. Kupp, Schleiden/Eifel, Blumenthalerstr. 3“ darin habe ihn nicht losgelassen.

28.11.2019, 13:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Weltkriegs-Akkordeon kehrt nach 70 Jahren zurück zu Familie

Lieutenant General Scott A. Kindsvater übergibt Christel Nierhoff das Akkordeon ihrer Schwester. Foto: Henning Kaiser/dpa

Wie sich mit Hilfe der Schleidener Verwaltung herausfinden ließ, handelte es sich bei „M. Kupp“ um Mia Kupp, die 2011 starb. Nun nahm ihre Schwester Christel Nierhoff das Instrument stellvertretend entgegen. „Wahnsinn“, sagte die 87-Jährige. „Ich hätte nie gedacht, dass das noch mal auftaucht.“ Wie das Akkordeon letztlich genau den Weg von ihrer Schwester Mia zu dem toten deutschen Soldaten fand, ließ sich allerdings nicht mehr klären.

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