Weltgrößte Automesse IAA bald in Köln?: Gut im Rennen

Nach dem Start einer Ausschreibung für den Standort der weltgrößten Automesse IAA macht sich Köln große Hoffnungen auf das Branchen-Großevent. „Köln bietet beste Voraussetzungen“, erklärte der Chef der Koelnmesse, Gerald Böse, am Freitag in der Domstadt. „Dafür spricht unser Standort mitten im stärksten Wirtschaftsballungsraum Deutschlands und in einer der bevölkerungsreichsten Regionen Europas.“ Er verwies auf eigene positive Erfahrungen mit anderen großen Messen, etwa der Spielemesse Gamescom. Die Koelnmesse zeige „immer wieder, wie man Produkte emotional inszeniert“.

22.11.2019, 15:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Weltgrößte Automesse IAA bald in Köln?: Gut im Rennen

Das Elektroauto ID.3 von Volkswagen steht bei der Internationale Automobil-Ausstellung (IAA). Foto: Silas Stein/dpa/Archivbild

Man habe vor einigen Monaten beim IAA-Veranstalter, dem Verband der Automobilindustrie, Ideen und Konzepte vorgestellt und dabei „sehr positive Resonanz erhalten“, sagte Böse. Es gehe um ein zeitgemäßes Messeformat, das ökonomischen und ökologischen Anforderungen gerecht werde.

In den vergangenen Wochen hatten führende NRW-Politiker bereits die Werbetrommel für Köln als IAA-Standort gerührt. Auch beim Autobauer Ford drückt man die Daumen für die NRW-Stadt, in der das größte Europawerk des US-Konzerns ist. Unlängst sagte Ford-Deutschlandchef Gunnar Herrmann dem „Kölner Stadt-Anzeiger“: „Die IAA in Köln ist eine riesen Möglichkeit, die man unbedingt nutzen muss.“ Als größte Autoschau der Welt sei die IAA ein „enormer Wirtschaftsfaktor“. Mit der Spielemesse Gamescom habe die Rheinmetropole bereits bewiesen, dass sie Messe-Großevents stemmen könne.

Bisher fand die IAA alle zwei Jahre in Frankfurt statt. Doch das Interesse sank, es kamen weniger Aussteller und Besucher. Mit einem neuen Konzept will der Veranstalter die IAA weiterentwickeln, die Messe soll sich zu einer umfassenden Mobilitätsplattform wandeln. Laut VDA beteiligen sich auch München, Berlin, Hamburg, Stuttgart und Frankfurt an der Ausschreibung. Die Stadt, die den Zuschlag bekommt, darf sich im Jahr 2021 über zahlreiche Autofans als Besucher freuen.

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