Weltbild will künftig auch Pflanzen und Saatgut verkaufen

Die Weltbild-Gruppe will von der wachsenden Begeisterung der Verbraucher für die Natur profitieren und künftig auch Pflanzen und Saatgut verkaufen. Dazu übernimmt der Weltbild-Eigentümer Droege-Group den E-Commerce-Fachversand Gärtner Pötschke, wie Droege am Donnerstag mitteilte. Bislang bot Weltbild neben Büchern und Dekoartikeln zwar auch schon Gartenmöbel und -werkzeug an, aber keine Pflanzen.

08.08.2019, 13:53 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Die Leidenschaft für Natur und Garten, verbunden mit dem wachsenden ökologischen Bewusstsein, spiegelt das Lebensgefühl zunehmend vieler Menschen wider - auf dem Land wie in den Großstädten, quer durch alle Generationen“, begründete die Düsseldorfer Droege-Group den Schritt. Mit dem strategischen Zukauf wolle man die eigene Position in diesem Bereich stärken und das Online-Geschäft ausbauen.

Die 1912 gegründete Gärtnerei Pötschke erzielte im vergangenen Jahr im Internet mit dem Verkauf von Pflanzen, Saatgut, Blumenzwiebeln und passenden Accessoires einen Umsatz von rund 40 Millionen Euro. Im Februar musste das Unternehmen ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragen, da die Vorfinanzierung des umsatzstarken Frühjahrsgeschäfts nicht zeitgerecht sichergestellt werden konnte.

Die Weltbild-Gruppe erzielte mit ihren Marken wie Weltbild, Jokers und bücher.de zuletzt eine Umsatz von rund 450 Millionen Euro. Eigentümer der Weltbild-Gruppe ist das Familienunternehmen Droege-Group. Gärtner Pötschke soll nach den Plänen des neuen Besitzers als eigenständige Marke mit eigenem Katalog sowie eigenem Markenauftritt erhalten bleiben, aber auch auf der Weltbild-Seite im Internet zu finden sein. Die Übernahme muss von den Kartellbehörden noch genehmigt werden.

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