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Weiter Weg bis zu einem neuen Bebauungsplan für den Aldi-Neubau

dzHintergrund

Bis zu einem neuen Bebauungsplan für den Aldi-Neubau am Bruayplatz ist es noch ein weiter Weg. Viele öffentliche Belange sind zuvor zu berücksichtigen.

Fröndenberg

, 11.06.2019 / Lesedauer: 2 min

Der Rat hat am 5. Juli 2017 einen Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Am Bruayplatz“ gefasst. Dieser Bebauungsplan, der eine Fläche von rund 12.200 Quadratmetern umfasst, überlagert den geltenden Bebauungsplan „Sanierungsgebiet Union“ von August 1984 in einigen Flurstücken. Der gültige Bebauungsplan sieht noch bis zu drei Vollgeschosse mit Satteldach vor; damit könnte Aldi einen Flachbau nicht rechtssicher errichten.

Den Aufstellungsbeschluss hat der Rat einstimmig – bei einer Enthaltung – auf der Grundlage folgender Informationen über den geplanten Aldi-Neubau gefasst:

  • Die Verkaufsfläche von derzeit rund 1000 soll um rund 400 Quadratmeter vergrößert werden; im Bebauungsplan sollen bis zu 1500 Quadratmeter erlaubt werden. Der geplante Baukörper hat eine Grundfläche von circa 30 x 65 Meter sowie eine Höhe von circa sechs Metern.
  • Das weitere Planverfahren ist kompliziert. Der geplante Neubau des Lebensmitteldiscounters darf sich auf die Ziele der Raumordnung und Landesplanung und auf die städtebauliche Entwicklung und Ordnung nur „unwesentlich“ auswirken, weil großflächige Einzelhandelsstandorte in Mischgebieten wie dem Bruayplatz grundsätzlich nicht zulässig sind. Die Stadt muss sich daher mit der Regionalplanungsbehörde, dem Regionalverband Ruhr, abstimmen.
  • Es könnte auch ein sogenanntes regionales Konsensverfahren erforderlich sein, weil Fröndenberg Mitglied im Regionalen Einzelhandelskonzept für das östliche Ruhrgebiet ist.
  • Beim Bebauungsplan werden zudem sämtliche Belange berücksichtigt, es handelt sich um ein Vollverfahren.
  • Die laut Verwaltung „voraussichtlichen erheblichen Umweltauswirkungen“ werden zum Beispiel in einer Umweltprüfung ermittelt und in einem Umweltbericht beschrieben und bewertet. Dazu gehören unter anderem Artenschutzbelange und die Betrachtung der Immissionslage.
  • Gutachterlich nachgewiesen werden muss, ob die künftige gewerbliche Nutzung mit der umgebenden Wohnbebauung am Bruayplatz verträglich ist.
  • Der überwiegende Teil des Plangebietes ist im Altlastenkataster des Kreises Unna als Altstandort eingetragen. Deswegen wird hier voraussichtlich eine Gefährdungsabschätzung notwendig.