Wassertaxis auf dem Kanal

IGA-Pläne

Natürlich wollen die beiden IGA-Standorte Bergkamen und Lünen zusammenarbeiten. Bei den Überlegungen für eine Verbindung steht eine Wasserstraße im Mittelpunkt.

18.09.2019, 14:25 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Datteln-Hamm-Kanal verbindet die beiden IGA-Städte Bergkamen und Lünen. Und das wollen sie sich bei den Plänen für die Gartenausstellung zunutze machen. Bei einer gemeinsamen Sitzung der Stadtentwicklungsausschüsse der beiden Städte kam zum Beispiel die Idee auf, Wassertaxis bei der IGA verkehren zu lassen. Der Referatsleiter vom RVR Horst Fischer hält das keineswegs für abwegig. Und er verweist auf die derzeit laufende Bundesgartenschau in Heilbronn: „Dort sind Fahrten mit dem Ausflugsschiff der Renner.“ Auch der Verkehr an Land könnte von der IGA profitieren.

Bessere Radweg-Verbindung zum Kanal geplant

Die Stadt Lünen will die Gelegenheit nutzen, die Radwegeverbindungen von der Innenstadt zum Kanal zu verbessern. Davon würden auch Bergkamener Radler profitieren. Und Bergkamen hofft, an den Schienenverkehr angeschlossen zu werden. Bis 2027 werde das aber wohl nicht zu realisieren sein, meint der Technische Beigeordnete Dr. Hans-Joachim Peters. Aber vielleicht ließe sich zur IGA ja zumindest eine provisorische Lösung finden. Dazu passt, dass der RVR bereits über autonom fahrende Busse nachdenkt, die die IGA-Besucher ganz ohne Fahrer transportieren könnte, wie Fischer berichtet.

Das alles hat natürlich seinen Preis: Fischer rechnet mit einem Durchführungsetat für die IGA in Höhe von 80 Millionen Euro. In den sollen allerdings auch Fördermittel von Land, Bund und EU fließen. Außerdem würden die Besucher, mit denen die IGA-Macher kalkulieren, ja auch Geld in der Region lassen. Auch die Stadt Bergkamen will für die IGA investieren. Sie will zum einen eine befristete Stelle im Rathaus schaffen. Außerdem kalkuliert der Kämmerer Marc-Alexander Ulrich mit Ausgaben von 6,5 Millionen Euro, die sich auf fünf Jahre verteilen. „Wir erwarten aber auch Fördermittel in Höhe von 3,8 Millionen Euro“, sagte Ulrich.

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