Wasserski-Anlage könnte Probleme am Horstmarer See lösen

dzNeues Projekt

Der Horstmarer See ist ein beliebter Treffpunkt - leider auch zu späterer Stunde, was vor allem die Anwohner immer wieder auf die Palme bringt. Ein neues Projekt könnte Abhilfe schaffen.

Lünen

, 21.12.2018, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gegröle, Gelage, Gezeter: Ist es tagsüber am Horstmarer See friedlich, wird die Situation ungemütlich, sobald der Abend kommt. Immer wieder beschweren sich Anwohner über Pöbeleien, Lärmbelästigung und mitunter auch über Übergriffe, wie zuletzt am vergangenen Dienstag (18. Dezember), als eine 65-Jährige von einem Radfahrer geschlagen wurde.

Das Problem mit dem Seepark: Es gibt zwar in der Sommersaison einen Wachdienst, doch nicht zu jeder Zeit. Gäbe es zum Beispiel ein Restaurant oder eine Bar mit regelmäßigem Publikumsverkehr und verbindlichen Öffnungszeiten, könnte das die Situation möglicherweise entspannen. Ein Punkt, den Marc Schawohl ebenfalls auf seiner Liste hat.

Fraktionen sind informiert

Der 30-jährige Lüner hat ein besonderes Projekt angestoßen, das Wirtschaftsförderer Eric Swehla im Juni beim Wirtschaftsgespräch der Industrie- und Handelskammer (IHK) bereits angerissen hatte: Eine Wasserski- und Wakeboardanlage mit angeschlossener Gastronomie. Die Fraktionen seien bereits informiert worden, nun wäre es an der Stadt, die Machbarkeit zu prüfen.

Dort ist man dem Projekt offenbar nicht abgeneigt, zumindest gibt es laut Stadtsprecher Benedikt Spangardt derzeit keine ablehnende Haltung. Bedenken hatten offenbar die Grünen geäußert, die unter anderem das Naturschutzgebiet neben dem See bedroht sahen. „Hier liegen mittlerweile Gutachten vor, auch der Badestrand bleibt komplett erhalten“, teilt Eric Swehla im Gespräch mit unserer Redaktion mit.

Zweigeschossiges Gebäude

Nach ersten Vorstellungen des Ideengebers soll ein zweistöckiges Gebäude, mit dem Wasserski-Shop im Erdgeschoss und einer Gastronomie - inklusive mietbarem Veranstaltungsraum im ersten Stock - entstehen. „Der Kiosk könnte auch übernommen werden, sodass die Möglichkeit bleibt, sich Snacks und Getränke zu holen“, sagt Marc Schawohl, der für sein Projekt nach eigener Aussage bereits Kontakt mit möglichen Investoren aufgenommen hat.

Wie schnell eine solche Anlage tatsächlich kommen könnte, ist unklar - neben der Machbarkeitsüberprüfung der Stadt könnten auch die Fördergelder eine Hürde sein, die das Projekt nehmen muss. Denn der Seepark wurde für die Landesgartenschau 1996 mit Fördergeldern realisiert, und diese Zweckbindung läuft erst 2023 aus. „Ob das dem Projekt tatsächlich im Weg stehen würde, müssten wir aber auch erst noch klären.“

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