Was wir von der Schwerter Redaktion in dieser Woche gelernt haben

dzUnsere Woche

Vom Karneval über das Leben in einer Wachkoma-WG bis zur Frage warum wir beim Umweltschutz immer gerne anderen den Vortritt lassen, reichen die Themen in dieser Woche.

25.11.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Jeder Tag ist neu. Jeder Tag bringt eine neue Erkenntnis – auch für die Mitarbeiter in unserer Redaktion. An dieser Stelle präsentieren wir Ihnen unsere persönlichen Erkenntnisse der vergangenen Woche. Subjektiv, so wie die Journalisten es bei ihrer Arbeit nicht tun. Doch Vieles von dem, was wir recherchieren, bewegt uns genauso wie Sie – dienstliches und privates Engagement.

Petra Berkenbusch

Was wir von der Schwerter Redaktion in dieser Woche gelernt haben

Ich bin echt kein Karnevalist. Helau, Alaaf und der Narrhalla-Marsch sind nicht mein Ding. Im annähernd karnevals- aber durchaus nicht narrenfreien Schwerte darf man das ja zugeben. Aber ich bin ein großer Freund von gutem politischen Kabarett. Und weil es mich nicht stört, wenn es da ein bisschen schrill und laut zugeht und die kritischen Witzemacher kostümiert sind, gefällt mir der schräge Humor vom Geierabend. Am 11.11.2019 kommen der Steiger und der Präsident mit ihrer Truppe nach Schwerte, in ihre neue Partnerstadt. Gut, dass man das schon weiß. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich an diesem Tag was mit Karneval vor. © Bernd Paulitschke

Björn Althoff

Was wir von der Schwerter Redaktion in dieser Woche gelernt haben

Es geht uns gut. Wirklich: Es sollte kein Tag vergehen, an dem Sie und ich das vergessen. Was für uns alles selbstverständlich ist: Das Licht, das einfach angeht, sobald wir auf den Schalter drücken. Das verfügbare Wissen, das wir problemlos aus Büchern oder dem Internet ziehen können. Weil wir ja auch jahrelang zur Schule gehen durften und schnell Wissen zuordnen und einsortieren können. Und das Wasser, das einfach aus dem Hahn kommt. Der Schwerter Extremsportler Marcel Martens fährt im nächsten Sommer zusammen mit Ex-BVB-Profi Neven Subotic dahin, wo es kein Wasser gibt. Zumindest bis Subotic‘ Stiftung Brunnen baut. © picture alliance / dpa

Bernd Paulitschke

Was wir von der Schwerter Redaktion in dieser Woche gelernt haben

So ein Beamer mit einer Batterie ist schon ein eine praktische Sache. Das bewiesen Wolfram ter Jung und Kai Fobbe, die Organisatoren des Motion-Art-Filmfestivals, unter anderem am Markt. Da wird aus einer normalen Wand eine Leinwand für Filme. Das Ruhrtalmuseum mit seiner weißen Fassade eignet sich besonders gut dafür. Mit ein bisschen Ton, mit Stühlen, dicke Decken und vielleicht noch etwas Warmem zu Trinken hätte man im Nu das lang ersehnte Kino in Schwerte. Nicht tagsüber und auch nicht täglich. Das Einzige, an dem man noch arbeiten müsste, wäre die Stromversorgung, denn die Batterie hielt nur 20 Minuten lang. © Bernd Paulitschke

Jessica Will

Was wir von der Schwerter Redaktion in dieser Woche gelernt haben

Wachkoma – allein das Wort löst bei mir ein Schaudern aus. Für mich, und vermutlich für jeden anderen Menschen auch, ist die Vorstellung unerträglich, dass es einem Menschen, den ich liebe, mal so ergehen könnte. Dass die Augen ins Nichts starren, kein noch so kurzes Gespräch möglich ist. Wie soll man das ertragen? Eine allgemeingültige Antwort darauf gibt es wohl nicht. Aber ich habe bei einer Recherche Menschen kennengelernt, die gelernt haben, damit umzugehen. Die Mutter von Detlev Kunisch lebt seit 2017 in der Intensiv-Pflege-WG an der Grünstraße. Jeden Tag besucht er sie. „Man wächst da irgendwie rein“, sagt er. Nicht jeder Angehörige schafft das. Die meisten der WG-Bewohner bekommen keinen Besuch von Angehörigen, sagt der Pflegedienstleiter Volker Kraus. Er sagt auch: Nur wenn die Angehörigen mitziehen, dem Patienten beistehen, ist ein lebenswertes Leben im Wachkoma möglich. Wie man es ertragen soll, wenn ein geliebter Mensch ins Wachkoma fällt? Ich weiß es nicht. Aber im Fall der Fälle muss man es. © Bernd Paulitschke

Heiko Mühlbauer

Was wir von der Schwerter Redaktion in dieser Woche gelernt haben

Das Thema Dieselfahrverbote ist medial bundesweit gut aufbereitet. Bei der Recherche dazu fand ich eine ganze Reihe von Fakten im Netz, die anderen Fakten widersprechen. Vor allem, was die Schädlichkeit von Stickoxiden betrifft. Die Studien und Ansichten von Fachleuten reichten vor der Einschätzung, dass der Stoff auch in geringen Konzertrationen schnell tödlich sei, bis zur Unbedenklichkeitsbescheinigung. Beide Ansichten stammen übrigens von Ärzten. Was man aber auch schnell feststellt, ist die Tatsache, dass jeder der Überzeugung ist, mit dem Luftreinhalten müsse man zwar schnell beginnen, aber bitte bei den anderen. © picture-alliance/ dpa

Michael Dötsch

Was wir von der Schwerter Redaktion in dieser Woche gelernt haben

Holzpfosten Schwerte 05 – das ist der etwas andere Sportverein dieser Stadt. Dass bei den „Pfosten“ pfiffige Leutchen am Werke sind, stellen sie immer wieder unter Beweis. So richten sie im Sommer ein Fußballturnier aus, bei dem es einen „Holz-Cup“ zu gewinnen gibt. Beim Hallenturnier im Winter heißt die Trophäe dann sinnigerweise „Brennholz-Cup“. Nun hat der Verein, ermöglicht durch die Kooperation mit der Theodor-Fleitmann-Gesamtschule, eine Badminton-Schülermannschaft in den Spielbetrieb geschickt. Und wie nennt man die Jungs im Verein? „Holzsplitter“ haben sie die Nachwuchstruppe getauft – witzig! © Bernd Paulitschke

Carolin Lehnert

Was wir von der Schwerter Redaktion in dieser Woche gelernt haben

Der Schiffbau ist gestartet. In Schwerte-Ost wird das Piratenschiff für Carlos in der Kreinberg-Werft gebaut. Das Schiff, in dem der Kult-Gastronom Carlos Couto seine Gäste bewirten will, wird ein Dreimaster. Die Tischler schleppen die rund 200 Kilogramm schweren Eichenbalken durch die Seitentür in den Kreinberg-Saal. Authentisches Baumaterial für das Segelschiff, um ein Gefühl wie auf hoher See zu verleihen. Im nächsten Jahr schon möchte der Kult-Gastronom dort seine Gäste mit portugiesischen Spezialitäten verwöhnen. „Im Moment sieht es hier aus wie auf einer Schiffsbauwerft vor 300 Jahren“, sagt Oliver Liebeck, Tischlermeister. © Reinhard Schmitz

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