Was die Mitarbeiter der Schwerter Redaktion in dieser Woche gelernt haben

dzWochenrückblick

Vom Recycling Badeanzug über die Zeitung zur Beweissicherung bis zur Frage, woher „plötzlich“ die Schulkinder kommen, reichen die Themen, die den Mitarbeiter aufgefallen sind.

Schwerte

, 18.11.2018, 05:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Jeder Tag ist neu. Jeder Tag bringt eine neue Erkenntnis – auch für die Mitarbeiter in unserer Redaktion. An dieser Stelle präsentieren wir Ihnen unsere persönlichen Erkenntnisse der vergangenen Woche. Subjektiv, so wie die Journalisten es bei ihrer Arbeit nicht tun. Doch Vieles von dem, was wir recherchieren, bewegt uns genauso wie Sie – dienstliches und privates Engagement. Lesen Sie hier, was uns dies Woche aufgefallen ist:

Petra Berkenbusch

Was die Mitarbeiter der Schwerter Redaktion in dieser Woche gelernt haben

Ich bin bestimmt beteiligt an der zunehmenden Verschmutzung der Meere durch Mikroplastik –auch wenn ich noch niemals eine Plastiktüte ins Meer geworfen habe. Dennoch habe ich gern zugegriffen, als der Kaffeeröster meines Vertrauens einen Recycling-Badeanzug anbot. Er ist aus Econyl®. Das Garn besteht zu 100 Prozent aus regenerierten Nylonabfällen, unter anderem aus Fischernetzen. Und wissen Sie was? Es schwimmt sich damit einwandfrei – und mit gutem Gewissen. Zumal ich das Badegewand in einem textilen Einkaufsbeutel nach Hause geschleppt habe, denn Plastik kommt mir halt am liebsten als Badeanzug ins Haus. © Berkenbusch

Björn Althoff

Was die Mitarbeiter der Schwerter Redaktion in dieser Woche gelernt haben

Fronleichnam 2019 wird es voll rund um meine tägliche Pendler-Strecke Dortmund-Kreuzviertel-Westfalenhallen-Stadion-Bahn-Schwerte. Mehr als 100.000 Menschen kommen zum Evangelischen Kirchentag. Und anders als bei BVB-Spielen wuseln die dann nicht einfach in einer langen Reihe von der Innenstadt zum Westfalenstadion, sondern flanieren kreuz und quer durch die Stadt. Das wird bunt, das wird eng, das wird eine Riesen-Veranstaltung mit einer Menge von Menschen, die man sonst nicht sieht: höflich, engagiert, tendenziell besser verdienend und besser gebildet. Das Motto auf einem Werbewagen stimmt: „Ker, watt freu ich mich…“ © Foto: Björn Althoff

Karin König

Was die Mitarbeiter der Schwerter Redaktion in dieser Woche gelernt haben

Die schottische Regierung hat angekündigt, dass Schülerinnen und Schüler demnächst mehr über die Rechte von „queeren“ Menschen lernen sollen. „Queer“ bedeutete ursprünglich so viel wie „von der Norm abweichend“ und war eher negativ belegt. Heute wird queer als neutraler Sammelbegriff für alle sexuellen Orientierungen und Geschlechtsidentitäten benutzt, die nicht der gesellschaftlichen Norm entsprechen. Die Aufnahme von queeren Themen in den Lehrplan soll Diskriminierung vorbeugen. Schottland ist in dieser Hinsicht internationale ein Vorreiter und in meine Augen wird es Zeit, dass andere Länder nachziehen. © picture alliance / Albin Lohr-Jo

Heiko Mühlbauer

Was die Mitarbeiter der Schwerter Redaktion in dieser Woche gelernt haben

Noch vor Kurzem haben die Schulen um i-Männchen gekämpft. Mit aufwendigen Tagen der offenen Tür, Vorführungen, die manchmal weit über das pädagogisch Interessante hinausgehen. Die Stadt hatte einen Gutachter beauftragt, der dringend empfahl, Schulen zusammenzulegen um dadurch auch Geld und Ressourcen zu sparen. Und jetzt: Es gibt wieder mehr Schulanfänger, die Kindergärten müssen ausgebaut werden, die offenen Ganztagsschulen erweitert. Und das liegt nicht nur an der Zuwanderung, sondern auch an steigenden Geburtenraten. Und diese Kinder, liebe Schulplaner, gibt es doch schon seit mindesten 6 Jahren. © picture alliance / dpa

Annette Theobald-Block

Was die Mitarbeiter der Schwerter Redaktion in dieser Woche gelernt haben

Nichts ist ja so alt wie die Zeitung von gestern. Nutzlos ist sie durch die schnelle Vergänglichkeit ihres geistigen Inhaltes aber dennoch nicht geworden. Dass sie aber zu mehr taugt als Fish and Chips einzupacken und Schuhe zum Trocknen Ausstopfen habe ich im Rahmen eines umfassenden Selbstverteidigungstrainings gelernt. Das Trainer-Team, das auch eng mit der Kripo zusammenarbeitet, erklärte nämlich nebenbei, dass man nach einem Übergriff die Kleidung für die Beweismittelsicherung in Zeitungspapier wickeln und auf keinen Fall in eine Plastiktüte legen soll. Denn Plastik zerstöre die Struktur der Fasern. Zeitung kann halt was. © Annette Theobald

Jessica Will

Was die Mitarbeiter der Schwerter Redaktion in dieser Woche gelernt haben

Artikel schreiben ist mein Job. Dafür erwarte ich keinen Dank. Und Feedback bekomme ich oft nur, wenn ein Fehler passiert. Dann meldet sich jemand, der das zurecht kritisiert. Läuft alles gut, wird das als „normal“ wahrgenommen. Auch zurecht. Fehlerfrei zu schreiben, muss selbstverständlich sein. Es gibt aber Artikel, bei denen geht es um mehr, als einen fehlerfreien Text. So war es im Fall von Hildegard Dian. Sie hat ihren Mann verloren, nachdem er pflegebedürftig war. An ihrem Beispiel wollte ich zeigen, wie viel Kraft so eine Situation kostet und wo Angehörige Hilfe finden. Frau Dian hat sehr offen mit mir gesprochen – wofür ich ihr dankbar bin. Dankbar war auch Brigitte Kollodej – sie ist Vorsitzende der „Brücke“. Der Verein tauchte in dem Artikel auf, weil er Hildegard Dian in der schweren Zeit geholfen hat. Brigitte Kollodej stand nach Veröffentlichung mit einer Rose an meinem Schreibtisch. Als Dankeschön. Weil der Text sie berührt hat. Nein, auch in so einem Fall erwarte ich keinen Dank, gefreut hat mich diese Geste aber sehr. © Jessica Will

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