Warum sich ein Extremsportler aus Schwerte auf die Äthiopien-Reise mit Neven Subotic freut

dzStiftung für Wasser

Hunderte Kilometer durch Nepal zu Fuß, durch bitterarme Dörfer. Doch Marcel Martens sagt: Das war nichts im Vergleich zu dem, was 2019 kommt. Bei der nächsten Aktion für Neven Subotic.

Schwerte

, 21.11.2018, 05:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Je größer die Herausforderungen, desto lieber ist Marcel Martens dabei. „Maazel“, wie er sich und seinen Blog nennt, geht dorthin, wo es dem Körper wehtut: Triathlon, Langstreckenläufe oder dort Mountain-Biken, wo man die Bezeichnung wortwörtlich nehmen kann. Wo es steile Berge gibt - und längst nicht nur einen. Martens lief und rutschte schon durch Eiswasser und Matsch und vorbei an Stromhindernissen.

Zwei Mal kämpfte der Polizist aus Schwerte nicht nur gegen den inneren Schweinehund, sondern für die gute Sache: 2015 lief er 220 Kilometer beim „Mountain Ultra“ in Nepal - für Spenden. 2017 folgte die „Challenge Roth“, bei der Unterstützer für jeden seiner 226-Ironman-Triathlon-Kilometer 226 Cent oder mehr geben konnten.

In beiden Fällen ging das Geld an die Stiftung von Ex-BVB-Profi Neven Subotic. Das Ziel: sauberes Wasser für Afrika. Tausende Euro kamen bei Martens’ Aktionen zusammen. Und der Draht zum Namensgeber der Stiftung wurde kürzer für den Schwerter.

Neue Spenden-Aktion ohne sportliche Herausforderung

Im Sommer 2019 folgt Aktion Nummer drei, dann ohne sportliche Herausforderung: Er habe das natürlich zunächst geplant gehabt, erklärt Marcel Martens. Aber nach Rücksprache mit den Stiftungs-Verantwortlichen habe er gewusst: Das würde vor Ort nur für Verwirrung sorgen. Warum laufe dieser Mann und lasse sich nicht einfach die Fortschritte zeigen? Warum macht der Mann hier Extremsport?

Das überzeugte Marcel Martens. Und er startete seine Online-Aktion „für Neven 2S“. Wer will, kann direkt spenden. 3000 Euro will Martens zusammenbekommen bis zu Juni 2019. Nach kurzer Zeit steht er schon bei mehr als 1100 Euro.

„Gemeinsam mit euch und eurer Hilfe möchte ich weiterhin Kindern in Äthiopien eine bessere Zukunft schenken“, schreibt Martens. Seine einfache Rechnung: Würde jeder seiner 5000 Facebook-Fans, die er im Laufe der Jahre gesammelt hat, nur einen Euro spenden, hätte er das Ziel locker erreicht.

Warum sich ein Extremsportler aus Schwerte auf die Äthiopien-Reise mit Neven Subotic freut

Marcel Martens sammelt Spenden für die Stiftung von Neven Subotic. © Bernd Paulitschke

Das wird mich sicherlich mehr erden als alles andere, was ich bisher gemacht habe.
Marcel „Maazel“ Martens

Viel wichtiger als das Sammeln ist Marcel Martens allerdings das Überbringen der Spenden. Im Juni 2019 gehört er zum kleinen Team, das zusammen mit Neven Subotic nach Äthiopien reist. Um Fortschritte zu sehen und selbst mit anzufassen.

Martens denkt an Nepal. An ein damals vom Erdbeben gezeichnetes Land, durch das er Hunderte Kilometer weit lief. An viel Leid und Armut, das ihn so sehr prägte, dass er einen Teil der Spenden dorthin gehen ließ.

Doch 2019 kommt Äthiopien. Und Martens sagt: „Das wird mich sicherlich mehr erden als alles andere, was ich bisher gemacht habe.“

„Kein Wasser, keine Bildung - für uns sind diese Beschreibungen ja nicht greifbar“, findet Martens. Aber er hat sich schildern lassen, was das bedeutet:

Die Mutter beispielsweise, die zwei Mal täglich zweieinhalb Stunden zur Quelle und zurück geht, um eine Tonschale mit Wasser zu füllen. Währenddessen können die älteren Kinder nicht zur Schule, weil sie auf die kleineren aufpassen müssen.

Die kleinen Wasserstellen, braun oder noch dunkler, in die Europäer am liebsten nicht einmal ihre Finger eintauchen würden. Wasser, das viele Äthiopier aber trinken - aus Mangel an Alternativen.

„Viele Kinder haben noch nie klares fließendes Wasser gesehen. Manche haben im ersten Moment sogar Angst davor.“

Doch die allermeisten tanzen und springen vor Freude über das, was da aus dem Brunnen sprudelt. Momente wie diesen will auch Martens erleben.

Hilfe durch Brunnen

Das ist die Neven Subotic Stiftung

Wer Zugang zu sauberem Wasser hat, kann ein selbstbestimmtes Leben führen - mit Gesundheit und Bildung. Diesem Gedanken folgt die Stiftung, die Fußballprofi Neven Subotic im November 2012 gründete. Bisher wurden mehr als 110 Projekte in Äthiopien realisiert: Brunnen in Gemeinden zum Wasserholen und solche inklusive Sanitäranlagen an Schulen. Dazu heißt es: „100 Prozent der uns anvertrauten Spendengelder fließen direkt in die Projekte vor Ort – das ist unser Versprechen.“
Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Nach Terror von Halle

Demonstration in der Fußgängerzone von Schwerte setzt starkes Zeichen gegen rechte Gewalt

Hellweger Anzeiger Technologiezentrum

Warum im TechoZentrum Schwerte Büros in der Größe von vier Eigenheimem leerstehen

Hellweger Anzeiger Karaoke

Mit Band auf der Bühne: „You are Gold“ bittet zum letzten Karaoke-Konzert des Jahres

Meistgelesen