Warum ist ein Feld in Cappenberg mit weißem Vliesstoff abgedeckt?

Strommasten

Das Feld am Cappenberger Damm ist eigentlich grün. Mitarbeiter einer Fachfirma aus Thüringen haben aber über die zarten Pflanzen weißen Vliesstoff ausgebreitet - eine Schutzmaßnahme.

Cappenberg

, 20.09.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Warum ist ein Feld in Cappenberg mit weißem Vliesstoff abgedeckt?

So weiß wie die Wolken: Fließstoff liegt rund um die Strommasten. © Sylvia vom Hofe

Die Metalleimer mit dunkelroter Farbe stehen bereits griffbereit. Die vier Beschäftigten in blauen Overalls machen aber noch Mittagspause. Sie müssen sich stärken für den steilen Aufstieg.

Wer in dem Team der RS Korrosionsschutz GmbH aus dem thüringischen Bucha mitarbeiten möchte, muss schwindelfrei sein - und nervenstark. 60 Meter geht es nach oben: Sprosse für Sprosse in den Masten der 380-Kilovolt-Stromleitung. Das ist nicht für jeden etwas.

Bevor die Vier am Cappenberger Damm ihre Mittagspause begonnen haben, legten sie weißen Vliesstoff rund um den Metallmasten aus: eine Schutzmaßnahme, damit die dunkelrote Farbe - ein spezieller Rostschutz - nicht auf die Erde tropft und in den Acker einsickert.

Arbeiten werden mehrere Wochen dauern

Dass das eine reale Gefahr ist, weiß der Auftraggeber der Truppe: der Netzbetreiber Amprion. Im Ennepe-Ruhr-Kreis war vor neun Jahren eine Belastung des Bodens durch bleihaltige Farben festgestellt worden. Die Ursache: Farbanstriche an den Strommasten in den 1960er-Jahren mit bleihaltiger Farbe - und offenbar ohne ausreichenden Schutz.

Die Masten müssen mindestens alle 20 Jahre angestrichen werden, um ihre Tragfähigkeit zu behalten. Etwa sechs Wochen werden die Arbeiten in Cappenberg dauern, sagt Dr. Andreas Preuß, Sprecher von Amprion. Dabei komme nicht nur die rote Rostschutzfarbe zum Einsatz.

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