Warum die Stadt Schwerte Elternhaltestellen an den Grundschulen aufstellt

Elterntaxis

Vor den Grundschulen herrscht morgens Chaos - viele Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto fast bis vor die Tür. Jetzt sollen die Schulen Elternhaltestellen bekommen - alle, bis auf zwei.

Schwerte

, 28.09.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Warum die Stadt Schwerte Elternhaltestellen an den Grundschulen aufstellt

„Ab hier schaffen wir es alleine“ - Ab der Elternhaltestelle sollen die Kinder den restlichen Schulweg zu Fuß gehen. © Heiko Mühlbauer

Wenn Eltern ihre Kinder morgens mit dem Auto zur Schule bringen, sorgt das meist für Chaos auf den Straßen. Denn zwischen parkenden, wartenden und fahrenden Autos, zwischen Fahrradfahrern und Schulbussen laufen die Schüler - ab und zu auch mal unaufmerksam im Gespräch mit Eltern oder Freunden.

Immer mehr Elterntaxis ließen sich in den vergangenen Jahren vor den Schwerter Grundschulen beobachten. Der Andrang vor der ersten Stunde sorgt für verstopfte Straßen, missachtete Halteverbotszonen und weniger Sicherheit für die Kinder selbst.

Um die Situation zu entspannen, soll es an den Grundschulen sogenannte Elternhaltestellen geben, an denen sie ihre Kinder morgens absetzen können. Die „Elternhaltestellen sollen dem Chaos an den Bring- und Abholzeiten entgegenwirken“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Schwerte am Freitag. Sie werden einige Meter von der Schule entfernt aufgestellt und ermöglichen den Schülern außerdem, ein Teil des Weges eigenständig zu laufen. Der Auftrag stammt aus dem Ausschuss für Schule und Sport vom November 2018.

Warum die Stadt Schwerte Elternhaltestellen an den Grundschulen aufstellt

Gemeinsam mit Schülern der Friedrich-Kayser-Schule wurde die Elternhaltestelle an der Gasstraße offiziell in Betrieb genommen. © Stadt Schwerte / Ingo Rous

Friedrich-Kayser-Schule bekommt erste Haltestelle

Die erste Elternhaltestelle wurde in der vergangenen Woche in der Gasstraße für die Friedrich-Kayser-Schule eingerichtet. Schuldezernent und Erster Beigeordneter Hans-Georg Winkler, Jenny Golombek und Frederic Gutsche aus dem Ordnungsamt sowie Schulleitern Sabine Jost haben sie am Dienstag inspiziert. Hans-Georg Winkler appellierte an die Vernunft der Eltern, die Haltestellen auch wirklich zu nutzen und schnell wieder zu verlassen. Außerdem sei es auch für andere Autofahrer wichtig, die Bereiche freizuhalten.

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Weitere Haltestellen sollen an der Lenningskampschule, an der Grundschule in Villigst und an der Reichshofschule eingerichtet werden. Die Albert-Schweitzer-Schule muss ohne Haltestelle auskommen, da „kein geeigneter Ort (...) gefunden werden“ konnte, heißt es weiter von der Stadt. Und an der Heideschule sehe man keine Notwendigkeit, da die Eltern ihre Kinder ohnehin nicht direkt vor der Schule absetzen würden.

Eine temporäre Elternhaltestelle gibt es bereits an der Grundschule Ergste, seit diese zum Derkmannsstück umgezogen ist. Dort gebe es allerdings immer wieder Probleme - die Haltestelle wird mehr zum Parken als zum Halten genutzt. Außerdem würden auch immer mehr Elterntaxis direkt vor dem Schultor halten. „Dem wird durch Kontrollen begegnet“, heißt es von der Stadt.

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